Verlierer des Spieltags #2: 1860 München
Die Rechnung war ganz einfach: Ein Sieg gegen Erzgebirge Aue und die Löwen hätten ein ansehnliches Polster nach unten aufbauen können. Am Ende stand jedoch eine 0:1-Niederlage für München, obwohl diese eine mutige, offensive Partie lieferten. „Enttäuscht, aber nicht entmutigt‟, fühlte sich 1860-Trainer Torsten Fröhling nach der Partie auf der Vereinshomepage. Immerhin stehen die Löwen auch nach dem Spieltag noch über dem Strich. Allerdings haben der Sieg von Aue, sowie die überraschenden Punktgewinne von Aalen (2:2 gegen Karlsruhe) und St. Pauli (4:0 gegen Düsseldorf) für eine neue Konstellation im Keller gesorgt.
Löwen fehlt der Biss - Spieler bleiben positiv
Einmal mehr in dieser Saison brachten sich die Sechzger selbst um ihren Lohn. Vorne wurden gute Chancen nicht genutzt und hinten reichte den Gästen eine Gelegenheit, um den letztlich entscheidenden Treffer zu markieren. Im Verlauf der Partie wurden die Münchner dann zunehmend ungenauer und verpassten es bis zum Ende gefährlich zu bleiben. Unterm Strich sahen die Spieler ihre eigene Leistung entsprechend positiv. „Wir haben gut Fußball gespielt, Chancen kreiert, aber keine Tore geschossen", meint Daniel Adlung auf der Vereinshomepage und erkennt: „Die Moral stimmt. Nach wie vor haben wir es in der eigenen Hand.‟ Ähnlich äußert sich auch Christopher Schindler: „Ich weigere mich, die Situation zu negativ zu sehen. Wir müssen die Enttäuschung möglichst schnell abhaken und den Kopf hochnehmen.‟
Auswärts gefordert - Namhafte Gegner vor der Brust
Die Erkenntnis der letzten beiden Spiele (0:1 gg. Aue / 1:1 gg. Aalen) dürfte in München aber auch sein, dass in dieser Saison im eigenen Stadion fast nichts funktionieren will. In den beiden Heimpartien gegen Mitkonkurrenten im Keller hätte man dem Klassenerhalt deutlich näher kommen können und ist stattdessen wieder mittendrin. Sollte es am Ende zum Gang in die Dritte Liga kommen, darf man die akute Heimschwäche (10 Punkte aus 14 Spielen) durchaus als Hauptgrund ansehen. Umso wichtiger also in den kommenden Wochen auswärts zu punkten. Allerdings warten dort mit Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf harte Brocken auf die Löwen. Vielleicht liegen aber gerade diese Gegner den Blauen in dieser Saison besser, wie bereits die Spiele in Ingolstadt und Darmstadt (jeweils 1:1) gezeigt haben.