Nervöse Löwen gegen den Trend
Man sollte meinen der Zweitligist ginge als Favorit in die Relegation gegen den Drittplatzierten der Dritten Liga. Die Statistik zeigt aber ein deutlich anderes Gesicht. Fünfmal in sechs Jahren siegte das unterklassige Team und schaffte den Aufstieg. Grund genug also für 1860 München gewarnt zu sein vor den beiden Spielen gegen Holstein Kiel. Die Anspannung scheint derzeit jedenfalls groß bei den Löwen. Nach einer enttäuschenden Saison mit Reibereien, Trainerwechseln und einem ernüchternden Tabellenplatz gab es unter der Woche erneut Ärger unter den Spielern. Rodris Handgreiflichkeiten haben nun zur Folge, dass der Spanier ebenso wie seine Landsmänner Ilie Sanchez und Edu Bedia, nicht im Kader stehen wird.
Trainingslager in Norderstedt – Fröhling setzt auf Rückkehrer und kennt den Gegner
Zur Vorbereitung haben sich die Löwen in Norderstedt vor den Toren Hamburgs niedergelassen und absolvieren dort in Ruhe ein Trainingslager – weit entfernt vom Medienrummel in München. „Auf dem Platz haben wir die nötige Ruhe gefunden, um uns zu besinnen und uns auf die schwere Aufgabe einzustellen‟, verrät Trainer Torsten Fröhling auf der Vereinshomepage und erklärt, er habe sein Team nicht „überhart trainieren‟ lassen, um mit der nötigen Frische in die wichtigen Spiele gehen zu können. Mit Valdet Rama und Gary Kaglmacher stehen den Löwen zwei zuletzt gesperrte Spieler zur Verfügung, die den Handlungsspielraum des Trainer erhöhen. Fröhling geht also guten Mutes ins Hinspiel. Immerhin kennt der Löwen-Coach den Gegner aus eigener Erfahrung als Juniorentrainer und kurzzeitig auch als Interimscoach der Profimannschaft. Entsprechend spricht Fröhling von einem „gut geführten Verein mit intakter Struktur.‟ Fürchten will sich in München aber keiner. Nicht vorm Gegner und nicht vor der Statistik. Und auch nicht vorm ersten Sturz in die Drittklassigkeit seit 22 Jahren.