Relegation: Showdown im Wildpark
Viel Zeit bleibt nicht mehr bis die Entscheidung um den verbliebenen Platz in der Bundesliga gefallen ist. Am Montagabend (19 Uhr) stehen sich im Karlsruher Wildpark der KSC und der Hamburger SV im Rückspiel der Relegation gegenüber. Nach dem 1:1 aus dem Hinspiel in der Hansestadt geht der HSV mit leichten Nachteilen in die Partie und muss entweder gewinnen oder ein Unentschieden mit mindestens zwei erzielten Toren erreichen. In Karlsruhe will man sich auf dem dünnen Polster jedoch nicht ausruhen und selbst auf Sieg spielen.
Beim HSV die Aussortierten im Blickpunkt – Mehrere Abschiede stehen bevor
Dass die Lage für den Dino nicht noch schlechter ist, hat das Team Ivo Ilicevic zu verdanken, der das wichtige Tor zum 1:1 besorgte. Der Kroate reihte sich damit nahtlos in die Reihe der eigentlich Aussortierten ein, die das Liga-Urgestein zuletzt am Leben hielten. Paradebeispiel ist Gojko Kacar, der im anstehenden Spiel gesperrt fehlen wird, aber zuletzt mit drei Treffern für enorm wichtige Zähler sorgte. Auch Slobodan Rajkovic war bereits mehrmals ein Verkaufskandidat und köpfte zuletzt mit seinem 2:0 gegen Schalke den Weg in die Relegation frei. Auch Rafael van der Vaart ist längst ein Auslaufmodell und könnte am Abend in Karlsruhe bei seinem letzten Auftritt im Trikot der Rothosen eine tragende Rolle einnehmen. Neben ihm stehen auch die heute Abend nicht verfügbaren Ex-Nationalspieler Heiko Westermann und Marcell Jansen vor ihrem Abschied in Hamburg. In Zukunft sollen andere dafür sorgen, dass die Aktien des HSV wieder steigen. Egal in welcher Liga.
Hennings der Hoffnungsträger – Peitz fehlt gesperrt
Weniger bedrohlich sind die Vorzeichen in Karlsruhe. Der KSC hat scheinbar weniger zu verlieren und könnte mit einem weiteren Jahr in Liga zwei vermeintlich besser leben als der Dino mit dem ersten Abstieg. Die Hoffnungen der Badener ruhen in jedem Fall einmal mehr auf Rouwen Hennings, der als Torschützenkönig der Liga und Goalgetter im Hinspiel eine bislang hervorragenden Saison spielt. Besonderer Reiz ist zudem seine Vergangenheit, denn Hennings stammt aus der Talentschmiede des HSV und spielte zudem bereits für den FC St. Pauli. Heute könnte er sich im negativen Sinne in Hamburg unsterblich machen und die Rothosen erstmals aus der Liga schießen. Umrüsten muss der KSC dagegen im Mittelfeld wo Abräumer Dominic Peitz nach der zehnten Gelben fehlen wird. Dagegen hofft man im Wildpark auf die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Hiroki Yamada. Entschieden wird dies jedoch wohl erst kurz vor Anpfiff.
So könnten sie spielen:
KSC: Orlishausen – Valentini, Gordon, Gulde, Max – Meffert, Yabo – Torres, Yamada, Nazarov – Hennings
HSV: Adler – Diekmeier, Rajkovic, Djourou, Ostrzolek – Diaz, van der Vaart – Stieber, Holtby, Ilicevic (Müller) - Lasogga