Saison-Prognose Fürth: Mit starker Offensive aus dem Keller

Am Wochenende startet die Zweite Bundesliga in die neue Spielzeit und liga2-online wirft deshalb einen Blick auf die 18 Vereine. In der heutigen Ausgabe steht die SpVgg Greuther Fürth im Fokus. Die Franken stehen nach einer enttäuschenden Saison inklusive Last-Minute-Klassenerhalt vor einem Neuanfang. Unter Neu-Trainer Stefan Ruthenbeck soll das Kleeblatt wieder in die oberen Tabellenregionen vorstoßen.

So lief die Vorbereitung

Tore satt gab es für die Fürther zu bejubeln. In zehn Testspielen feierte die Spielvereinigung neun Siege und erzielte zusammen 57 Treffer. Einzig die Generalprobe gegen den spanischen Erstligisten Celta de Vigo ging mit 1:5 kräftig in die Hose. Zuvor feierte das Kleeblatt jedoch Achtungserfolge gegen Athletic Bilbao (3:2) und FK Pribram (3:2). Die weiteren Tests wurde allesamt mit Kantersiegen zu Ende gebracht. Austria Salzburg (6:0), Vysocina Jihlava (5:1), FC Lichtenfels (11:0), ASV Zirndorf (9:0), FSV Stadeln (8:1), ATSV Erlangen (9:0) und Jahn Regensburg (2:1) waren aber auch keine allzu hohen Messlatten.

Transferperiode

Zugänge

Abgänge

Marcel Franke (Hallescher FC)

Kacper Przybylko (1.FC Kaiserslautern)

Tom Trybull (FC St. Pauli)

Tom Mickel (Hamburger SV II)

Domi Kumbela (Karabükspor)

Dwayn Holter (VfR Aalen)**

Andreas Hofmann (VfR Aalen)

Florian Mohr (unbekannt)

Sebastian Mielitz (SC Freiburg)

Miro Varvodic (unbekannt)

Jürgen Gjasula (VfR Aalen)

Kevin Schulze (Wacker Nordhausen)

Veton Berisha (Viking Stavanger)

Alexandros Kartalis (VfR Aalen)**

Stefan Maderer (eigene U23)

Wolfgang Hesl (Arminia Bielefeld)

Bastian Lerch (eigene U23)

Stephan Fürstner (1.FC Union Berlin)

Tim Bodenröder (eigene U19)

Daniel Steininger (eigene U23)

Dominik Schad (eigene U19)

Ronny Philp (FC Augsburg)*

Orkan Cinar (Gaziantepspor)*

Neuzugang im Blickpunkt: Veton Berisha

Ein Name kursierte im zu Beginn des Transferfenster durch die Liga. Wohin würde Veton Berisha wechseln? Zum 1.FC Nürnberg oder doch zum 1.FC Kaiserslautern – am Ende wurde es die SpVgg Greuther Fürth. Wie es dem Kleeblatt gelang die Konkurrenz abzuhängen, ist nicht überliefert, doch dürfte die Verpflichtung Berisha durchaus als Coup gelten. Mit dem talentierten Norweger haben die Franken ihren Wunschstürmer verpflichtet und mit fünf Toren konnte dieser bereits in den Testspielen seine Torgefahr unter Beweis stellen. Der norwegische U21-Nationalspieler muss jetzt auch in der Liga seine Klasse präsentieren, um der Rolle als Königstransfer gerecht zu werden. Und jeder Treffer dürfte besonders den Fans in Nürnberg und Kaiserslautern auf den Magen schlagen.

Stärken und Schwächen

Nimmt man die Testspiele als Maßstab dürfte die Offensive in der neuen Saison zu den Stärken der Fürther zählen. Mit insgesamt acht Stürmern und einigen offensiven Mittelfeldspielern in ihren Reihen sind die Franken diesbezüglich auch enorm breit aufgestellt. Neben Berisha wurde mit Domi Kumbela ein weiterer vielversprechender Angreifer verpflichtet, der sogar bereits weiß wie man in der Zweiten Liga Tore erzielt. Florian Trinks überzeugte in der Vorbereitung mit neun Toren und auch Sebastian Freis konnte mit sieben Toren auf sich aufmerksam machen. In welcher Offensivformation Trainer Ruthenbeck zu Beginn auflaufen wird, darf also durchaus mit Spannung betrachtet werden.

Sucht man nach Schwachstellen im Fürther Kader, dürfte man auf den defensiven Außenbahnen fündig werden. Besonders die rechte Seite scheint nicht optimal besetzt. Zhi-Gin Lam blieb bislang hinter den Erwartungen, so dass in der Vorbereitung wiederholt der nominelle Angreifer Johannes Wurtz hinten Rechts eingesetzt wurde. Auf der Gegenseite ist mit Niko Gießelmann nur ein nomineller Linksverteidiger im Team. Nachwuchsspieler Dominik Schad dürfte für die defensiven Außenbahnen noch nachrücken und so wenigstens für Alternativen sorgen. Ein weiteres Fragezeichen steht im Tor des Kleeblatts. Sebastian Mielitz wurde vom SC Freiburg als neue Nummer Eins verpflichtet und soll nun konstant gute Leistungen bringen. Ob der ehemalige Bremer dazu im Stande ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Talent hat der Keeper unumstritten, doch schlichen sich bei seinen vergangenen Stationen immer wieder Unsicherheiten ein.

Erwartungen

Schwer zu sagen, was im Umfeld der Spielvereinigung erwartet wird. Nach vielen Jahren in der Spitzengruppe, gefolgt Aufstieg, Abstieg und Relegation, folgte zuletzt eine enttäuschende Saison im unteren Drittel der Liga. Nun dürfte das wichtigste Ziel sein, zurück zum sehenswerten und erfolgreichen Fußball vergangener Tage zu kommen und mit den unteren Plätzen nichts zu tun zu bekommen. Ob jedoch offen vom Aufstieg gesprochen wird, darf bezweifelt werden.

Fazit & Prognose

Mit dem neuen Trainer Stefan Ruthenbeck, sowie ein paar punktuellen Veränderungen im Kader scheint Greuther Fürth gerüstet, um wieder eine bessere Rolle zu spielen. Besonders die Offensive ist gut und breit aufgestellt und könnte so vor allem für die Zuschauer sehenswerten Fußball bieten. Um ganz vorne anzugreifen, bräuchte das Kleeblatt jedoch noch Verstärkung in der Defensive und eine nahezu perfekte Saison. Dennoch dürfen sich die Fans auf eine ruhigere Spielzeit einstellen und auch eine Torflaute wie im Vorjahr dürfte kaum zu erwarten sein. Platz 8-12.

Saison-Prognosen: [SC Freiburg] [SC Paderborn] [Karlsruher SC] [1.FC Kaiserslautern] [RB Leipzig] [Eintracht Braunschweig] [1.FC Union Berlin] [1.FC Heidenheim] [1.FC Nürnberg] [Fortuna Düsseldorf] [VfL Bochum] [SV Sandhausen] [FSV Frankfurt] [SpVgg Greuther Fürth] [FC St. Pauli] [TSV 1860 München] [Arminia Bielefeld] [MSV Duisburg]

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