Fortuna Düsseldorf (noch) hinter den Erwartungen
Eigentlich war der Dreier zum Heimauftakt bereits nach zwei Minuten zum Greifen nahe. Mathis Bolly erzielte die frühe Führung gegen den SC Paderborn und ließ die Zuschauer hoffen, dass die Fortuna an den ordentlichen Auftritt in Berlin anknüpfen könnte. Doch spätestens in Durchgang zwei brachte die Truppe von Trainer Frank Kramer nicht mehr das auf den Platz, was von ihr erwartet wurde. Am Ende stand eine 1:2-Niederlage und ein verpatzter Start in die neue Spielzeit. Obwohl die Rot-Weißen durchaus zeigten, was mit dem neuen Kader möglich sein könnte, präsentierten sie sich nach vorne zu inkonsequent und in der Abwehr zu löchrig.
Grober Stammkader scheint gefunden - Halbes Team aus Neuzugängen
Ein Blick auf die Aufstellung zeigt, dass die Fortunen in beiden Spielen mit dem selben Personal starteten. Ein grober Stammkader scheint also bereits gefunden, auch wenn das Zusammenspiel noch wesentlich besser werden muss. Da jedoch mit Karim Haggui, Christian Strohdiek, Sercan Sararer, Didier Ya Konan, Julian Koch und Kevin Akpoguma gleich sechs Neuzugänge in der ersten Elf standen, scheinen Unsicherheiten nicht weiter verwunderlich. Auch Mathis Bolly spielte zuletzt verletzungsbedingt eher selten und kann zumindest als halber Neuzugang gewertet werden. Dreiviertel der Viererkette sind also neu besetzt, was die Lücken im Spiel gegen Paderborn erklärt, aber eben nicht rechtfertigt. Die Fortuna muss den Laden möglichst schnell in den Griff bekommen, da man sich in der Zweiten Liga nicht allzu viele Fehler erlauben darf. Mit der Erfahrung der vorhandenen Innenverteidiger sollte dies jedoch mehr als möglich sein.
Sararer und Co. wissen zu überzeugen - Weitere Optionen schaffen Konkurrenz
Doch auch bei dem durchwachsenen Ertrag der ersten Spiele, zeigten einige Neue bereits ihr Können. In Berlin konnte beispielsweise Sararer mit einer ordentlichen Leistung auf sich aufmerksam machen. Ya Konan steuerte zudem das Tor zum 1:1 bei. Gegen Paderborn spielte die Offensive jedoch nur Beginn wirklich gefällig. Dort war mit Lukas Schmitz einer der weniger alten Bekannten der auffälligste Feldspieler der Rheinländer. Stammkader hin oder her, darf aber auch in Düsseldorf keiner der Spieler nachlassen. Optionen hat Kramer nämlich einige in der Hinterhand. So sind Spieler wie Adam Bodzek, Axel Bellinghausen, Christian Gartner, Ihlas Bebou oder die Neuzugänge Mike van Duinen und Marcel Sobottka aktuell nur in der zweiten Reihe und lauern auf ihre Chance. Möglich das der Coach nächste Woche im Pokal bei Rot-Weiß Essen dem Einen oder Anderen eine Gelegenheit gönnt.