Arminia atmet auf - Dreier in der Pfalz

Sie kann es doch noch. Die Arminia aus Bielefeld kann doch noch ein Spiel in der zweiten Bundesliga gewinnen. Zwar stehen bislang weiterhin null Heimsiege auf dem Konto des Aufsteigers, doch in der Fremde sind die Blauen durchaus respektabel unterwegs. Mit zehn Zählern aus den bisherigen sieben Spielen rangiert der DSC ganz klar in der oberen Hälfte des Auswärtstableaus. Gegen schwache Spieler vom 1. FC Kaiserslautern gelang den Bielefeldern am Freitagabend ein verdienter 2:0-Auswärtssieg und damit ein wenig Erleichterung für die kommende Woche.

Hesl hält die Null

Im Vergleich zum torlosen Remis gegen den SV Sandhausen veränderte Trainer Norbert Meier seine Startelf nicht, allerdings dessen Einstellung. Abwartend und auf Konter lauernd warteten die Gäste auf ihre Möglichkeiten, die sich aber lange Zeit nicht ergaben. Klich schloss für die Gastgeber nach zwei Minuten aus 20 Metern ab, fand aber nur Wolfgang Hesl im Tor der Arminia. Nach 20 Minuten gelang den Pfälzern dann eine deutliche Drangphase: Erst drückte Heubach einen Freistoß auf die Latte und der Abpraller von Hesl konnte von Börner noch geklärt werden und nur eine Minute später musste der Schlussmann des DSC in höchster Not gegen Przybylko parieren. Auch die daran anschließende Ecke flog nur knapp am Gehäuse der Blauen vorbei. Diese kamen erst kurz vor der Pause gefährlich vor das Tor, als Klos einen steilen Pass in den Lauf von Nöthe spielte, der diesen nur knapp verpasste. Ansonsten blieben auf dem Konto der Gäste nur zwei Fernschüsse von Klos und Behrendt zu verbuchen. Das Ziel sicher zu stehen und dem Gegner das Leben schwer zu machen hatte das Team von Norbert Meier dennoch erreicht, was auch David Ulm anerkannte: "Wir sind ein bisschen schwer in das Spiel gekommen, aber wir sind ruhig geblieben und haben abgezockt gespielt."

Ein Elfmeter als Dosenöffner

Nach dem Wechsel schien dann der Druck der Lauterer zuzunehmen, erarbeiteten sie sich doch eine größere Zahl an Standardsituationen aus dem Halbfeld. Wirklich gefährlich wurden die roten Teufel allerdings nicht. Nach gut einer Stunde kam es dann zur vorentscheidenden Szene, als Nöthe einen Pass zu Klos brachte, der von Heubach im Strafraum gefoult wurde. Platzverweis und Strafstoß waren die Folge und David Ulm nutzte die Gelegenheit zum 1:0. Im Gegenzug kam es dann zum absoluten Durcheinander. Ein weiter Ball auf links wurde von den Gastgebern ins Zentrum gebracht, wo der Ex-Armine Przybylko verpasste und den Ball im Fünfer der Arminen weiter verschob. Schließlich warf sich Stephan Salger in den Schuss. Eben jener Salger entschied die Partie dann nach 86 Minuten. Während die Gastgeber ideenlos agierten und der DSC immer wieder Kontersituationen vergab spielten Klos und Salger eine Szene zu Ende, an dessen Anschluss der Innenverteidiger aus 16 Metern einschoss. Der Coach der Ostwestfalen waren nach dem Spiel in jedem Fall sehr glücklich: "Wir haben schon bessere Auswärtsspiele gezeigt, aber hatten heute auch einfach mal das Quäntchen Glück, dass man benötigt, um Spiele zu gewinnen. In der ersten Halbzeit und zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir einige Situationen zu überstehen, in denen wir zu viel reagiert haben. Danach haben wir uns aber in das Spiel rein gearbeitet und dann sieht man wie wichtig so eine Szene ist, wo Heubach Klos foult. Mit dem 1:0 und der roten Karte hast du dann ganz andere Voraussetzungen. Das Selbstvertrauen wurde dann auch größer, da traut sich dann auch ein Stephan Salger aus der Abwehr nach vorne und hat ein wunderschönes Tor geschossen. Wir haben uns für unseren Kampfgeist und unsere Moral belohnt." Der verdiente Sieg bringt den Arminen etwas Luft im Abstiegskampf, während die Pfälzer immer weiter in die Krise rutschen.

 

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