Manipulation: Paderborn, Dresden und Bielefeld ohne Schuld
Während ihrer Wintertrainingslager in der Türkei sind der SC Paderborn, Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld möglicherweise der Wettmafia zum Opfer gefallen. Sowohl der Paderborner und Dresdener Sieg gegen den russischen Top-Klub Rubin Kasan als auch das 2:2 der Arminia gegen Inter Baku aus Aserbaidschan könnten manipuliert worden sein. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig entlastete gegenüber der "Sport Bild" die beiden Zweitligateams aus Ostwestfalen und den Ligakonkurrenten Dynamo: "Die DFL kann bestätigen, dass Paderborn, Bielefeld und Dresden nicht an Manipulationen beteiligt waren."
Elfmeter bringen Last-Minute-Treffer
Grund für den Verdacht sind zahlreiche eingegangene Sportwetten, die einen unerwarteten Verlauf der Partien vorhersagten. So tippten zum Beispiel kurz vor der Schlussphase viele auf ein weiteres Tor beim Spiel Baku gegen Bielefeld. Folgerichtig entschied der Schiedsrichter in der 85. Minute auf Elfmeter für Baku, welcher den 2:2-Endstand besorgte. Ein ähnliches Bild beim SCP - dort entschied derselbe Spielleiter auf einen spielentscheidenden Strafstoß in der 89. Minute. Dresden spielte zudem nur gegen ein Farmteam von Rubin Kasan. Für die Zukunft hat Rettig bereits einen Lösungsvorschlag parat; "Eine Überlegung wäre, die geplanten Schiedsrichter mindestens ein oder zwei Tage vor dem Spiel der DFL und dem DFB zu melden." Bei den Testspielen pfiff unter anderem ein Referee, der normalerweise nur Nachwuchspartien auf Stadtebene pfeifen darf.
FOTO: Flohre Fotografie