Darmstadt am Tiefpunkt: "Gegner in allen Belangen überlegen"

Die Stimmung bei Bundesliga-Absteiger SV Darmstadt 98 wird immer negativer und das Weihnachtsfest am Böllenfalltor scheint alles andere als besinnlich zu werden. Durch die 0:1-Niederlage gegen den SSV Jahn Regensburg sind die Hessen nun auf den Relegationsrang zur 3. Liga abgerutscht. Seit bald drei Monaten warten die Lilien auf einen Sieg und gegen den Jahn waren sie wieder deutlich von einem Dreier entfernt.
"Haben verdient verloren"
Seit der Vertragsverlängerung mit Trainer Torsten Frings und dem 4;3-Heimsieg über Arminia Bielefeld läuft bei den Lilien rein gar nichts mehr zusammen. Ganze fünf Punkte konnte der letztjährige Bundesligist in den letzten zehn Partien sammeln und taumelte immer mehr in Richtung Abstiegszone. Da die Konkurrenz im Keller fleißig punktet, ist der SVD nun am Tiefpunkt angelangt.
Trainer Frings war nach dem Spiel daher sauer auf die eigenen Spieler, insbesondere nachdem schon der letzte Heimauftritt gegen Sandhausen mehr als dürftig ausgefallen war: "So haben wir verdient verloren. Wir haben das nicht gut gemacht, in einigen Situationen hätten wir mehr Ruhe reinbringen können. Wir sind zu viel mit dem Ball gelaufen und haben einige Fehler gemacht. Man kann in den letzten Minuten erwarten, dass die Jungs mehr zeigen, um das Spiel noch umzubiegen." In der Tat wirkte die Heimelf zu keinem Zeitpunkt der Partie in der Lage das Spiel zu machen. Auf schwierig zu bespielendem Boden kamen die Gäste aus Regensburg von Beginn an besser mit dem Spiel klar und hätten bereits in der Anfangsphase führen müssen. So war das Ergebnis in der Höhe am Ende sogar schmeichelhaft für die Heimmannschaft.
Ratlosigkeit bemerkbar
Den Spielern und Verantwortlichen gehen mittlerweile die Erklärungen aus. Während man in den Auswärtsspielen gegen Braunschweig und Union zweimal in der Nachspielzeit an Siegen gehindert wurde, so waren die Heimauftritte gegen Kiel, Sandhausen und Regensburg teilweise desolat. Es scheint derzeit alles gegen die Mannschaft zu laufen, sodass an Selbstvertrauen nicht zu denken ist.
Fabian Holland fand nach der Partie klare Worte zum Spiel: "Der Gegner war uns in diesen Belangen heute überlegen." Auch Mittelfeldkollege Markus Steinhöfer suchte keinerlei Ausreden mehr: "Wir haben kein gutes Spiel gemacht. So ehrlich müssen wir sein." Für Darmstadt kommen nun schon die Wochen der Wahrheit, denn in den nächsten drei Partien gegen Aue, Fürth und Lautern spielt man gegen die unteren Teams aus der Liga. Sollte man auch hier nicht dreifach punkten, werden die Gegner im Tabellenkeller gestärkt, das eigene Selbstvertrauen gemindert und die Partien im nächsten Jahr noch schwerer. Ohne baldigen Dreier brechen schwere Zeiten an - auch für Trainer Torsten Frings.