Trotz Pokal-Aus gegen Frankfurt: Heidenheim kann "stolz sein"

Das Viertelfinale im DFB-Pokal findet ohne den 1. FC Heidenheim statt, am Ende unterlag der Zweitligist mit 1:2 nach Verlängerung gegen Eintracht Frankfurt. Trotzdem überwog nicht nur bei Trainer Frank Schmidt die Freude über den Auftritt seiner Elf, die einen packenden Pokal-Fight bot.
Enttäuschung und Stolz liegen nah beieinander
Heidenheims Torhüter Kevin Müller hatte seine Farben gegen die Eintracht aus Frankfurt nicht nur einige Male im Spiel gehalten, nach dem Schlusspfiff analysierte er auch treffend das Geschehen während der 120 Minuten auf dem Platz. "Direkt nach dem Spiel tut das zwar schon noch weh, aber wir können als Mannschaft stolz auf diese Leistung sein", wird Müller auf der Homepage des Zweitligisten zitiert. Und Trainer Frank Schmidt sagte: "Mit ein bisschen mehr Glück wäre mehr drin gewesen, deshalb sind wir auch etwas enttäuscht. So war es der Pokal-Fight - ohne das von uns gewünschte Ergebnis."
Am Ende fehlte die Kraft
Nach Ende der regulären Spielzeit hatte es noch 0:0 gestanden, erst in der Verlängerung fielen Treffer. Mijat Gacinovic (95.) brachte Frankfurt in Führung, Marc Schnatterer glich postwendend aus (96.), ehe dann Sebastien Haller den 2:1-Siegtreffer für die Eintracht erzielte (109.). "Gegen Ende sind uns dann etwas die Kräfte ausgegangen und Frankfurt hat seine Qualität ausgespielt", hatte Nikola Dovedan erkannt, der Mittelfeldspieler aber fand, sein Team habe es "ziemlich ordentlich gemacht". Und in der Tat hielt Heidenheim gut mit, ein Klassenunterschied war lange nicht zu erkennen.
Strittige Entscheidung
Am Ende ging es beinahe ein wenig unter, dass der FCH durchaus auch Pech hatte. Vor allem in einer Szene: In der 17. Minute traf Kevin Kraus mit einer sehenswerten Direktabnahme zur vermeintlichen Führung, nach Meinung der Schiedsrichter-Assistenten stand er dabei aber im Abseits - ein knifflige, weil umstrittene Entscheidung. "Bitter war dann für uns, dass das 1:0 nicht gezählt hat. Ich möchte darüber aber gar nicht lange sprechen, da diese Dinge passieren, wenn es knapp ist", sagte Schmidt, der sich als fairer Verlierer zeigte und lieber die positiven Aspekte in den Vordergrund rückte: "Ich habe meiner Mannschaft direkt nach dem Spiel gesagt, dass diese Leistung heute der Maßstab für uns ist."