VfL will gut aus den Puschen kommen

Nur vier Punkte beträgt für den VfL Bochum der Abstand auf Relegationsplatz 16. Da wird es nach der Niederlage gegen St. Pauli vor der Winterpause mal wieder Zeit, dreifach zu punkten – am besten gleich mit einem Derbysieg gegen Duisburg.
Ex-Hoffenheimer Ochs soll für Torgefahr sorgen
Die Vorfreude bei Chefcoach Jens Rasiejewski (43) ist groß. „Wir hatten viel Zeit im Trainingslager, um über gewisse Dinge zu sprechen. Das ist im Ligabetrieb nicht immer so leicht. Die Vorbereitungszeit war kurz, wir waren viel auf Reisen. Nun liegt der Fokus aber auf der Liga“, so der Coach während der Pressekonferenz. Dabei setzt er laut dem Portal „westline.de“ auf die jüngste Startformation in der Bundesligahistorie der Bochumer (Durchschnitt: 23,7 Jahre). Ein genauso junges Team gab es bisher nur in der Saison 1974/75 unter Coach Heinz Höher.
Im ersten Spiel nach der Winterpause steht weiter Felix Dornebusch im Kasten, Vitaly Janelt soll vor der Abwehr verteidigen. Nach dem bevorstehenden Weggang von Innenverteidiger Felix Bastians setzen die Ruhrstädter laut dem Portal „Der Westen.de“ erstmal auf junge Talente wie Maxim Leitsch und Luke Hemmerich. Sie müssen gegen den MSV ran, weil Anthony Losilla eine Gelbsperre absitzt und Danilo Soares verletzt ist. Robert Tesche muss mit einem Magen-Darm-Infekt passen. Als Kapitän setzt Coach Rasiejewski auf Stefano Celozzi. „Stefano hat es gut gemacht in den vergangenen Wochen, damit war ich sehr zufrieden. Er konnte es sich vorstellen, das Amt weiterhin zu übernehmen. Deshalb war das Thema auch schnell erledigt“, sagt Rasiejewski. Als Hoffnungsträger für die schwache VfL-Offensive gilt der einzige Winterneuzugang Philipp Ochs. Der ausgeliehene Hoffenheimer und U21-Nationalspieler soll für mehr Torgefahr sorgen. „Dieser Transfer hat für uns Sinn gemacht. Wir haben uns von der rechten Außenbahn mehr Torgefahr gewünscht, den Spielertypen haben wir mit Philipp gefunden. Seine Spielweise kann mitreißend wirken, er wird für Torgefahr sorgen“, ist sich sein Trainer sicher.
VfL will gut aus den Puschen kommen
Sicher ist auch, dass das anstehende Flutlichtspiel kein Spaziergang für den VfL werden wird. Aufsteiger Duisburg hat von den vergangenen neun Begegnungen nur eine verloren, steht zudem drei Punkte vor dem VfL. „Wir müssen das körperliche Spiel annehmen und die richtige Balance zwischen Angriff und Abwehr finden. Die Mannschaft, die ihre Stärken besser auf den Platz bekommt, wird das Spiel gewinnen“, ist sich Rasiejewski sicher. Ein guter Start gegen Duisburg und am Montag gegen Bielefeld ist für den Verein enorm wichtig. „Bei der Gesamtgemengelage ist es nicht ganz unwichtig, dass wir gut aus den Puschen kommen“, weiß auch Sportvorstand Christian Hochstätter.