Dynamo gegen HSV: Schnelle Nachholung erwünscht

Nach der Absage des Zweitliga-Spiels zwischen Dynamo Dresden und dem Hamburger SV plädieren die Beteiligten für eine schnelle Neuansetzung. Eine Entscheidung soll Mitte der Woche fallen.
Viele Nebenkosten
Beide Vereine zeigten sich nach der Absage enttäuscht und kritisierten die Kurzfristigkeit: "Da hängt eine Menge mehr dran, wie Catering usw. Das sind Kosten, die auf uns zukommen, die wir noch genau beziffern müssen. Aber wir müssen uns der Entscheidung beugen und das macht einen schon sehr nachdenklich", sagte Dresdens kaufmännischer Geschäftsführer Michael Born dem MDR. Der 50-Jährige hoffe auf eine Entscheidung über den neuen Termin bis Mitte der Woche. HSV-Trainer Christian Titz schlägt im NDR in dieselbe Kerbe: "Klar ist, dass wir so schnell wie möglich das Nachholspiel wollen. Damit wir punktemäßig keinem Abstand hinterherlaufen, für den wir nichts können".
Zwei englische Wochen hintereinander?
Dennoch gibt es auch Verständnis für die Entscheidung des Sächsischen Innenministeriums: "Die Sicherheit der Menschen steht über allem", so Titz. Die Hamburger, die bereits in Dresden waren, fuhren umgehend zurück und trainierten am Spieltag ebenso wie die Dynamos. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Partie frühestens Ende September nachgeholt werden kann, womöglich unter der Woche. Dann hätten beide Vereine unter Umständen zwei englische Wochen am Stück zu bewältigen. Der Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes Hermann Winkler verteidigte derweil die Verlegung im MDR: "Wir dürfen nicht kapitulieren vor den Chaoten, egal ob sie nun auf der Straße oder in den Stadien sind. Hier muss der Staat kräftige Zähne zeigen. Sonst wird das Verständnis, für viele Dinge, die wir hier so machen, auch kleiner"