SVD nach Pleite: "Müssen wir akzeptieren"

Der SV Darmstadt 98 hat am Dienstag Abend in der Nachspielzeit einen eigentlich sicher geglaubten 1:0-Heimsieg über den DSC Arminia Bielefeld noch aus der Hand gegeben und noch mit 1:2 verloren. Dabei waren die Lilien nach dem Abpfiff gleich aus mehrerer Hinsicht bedient.
"Verstehe die Gedankengänge der Schiedsrichter nicht"
Eigentlich war die Partie schon gelaufen, so dachten offenbar die Spieler des SV Darmstadt. Nach einer insgesamt eher mauen Partie führten die Hessen durch ein sehenswertes Tor von Kapitän Sulu per No-Look-Kopfball mit 1:0. Im Anschluss stellten die Lilien aber das Offensivspiel ein und kamen kaum mehr zur Geltung. Gegen allerdings auch offensiv eher einfallslose Arminen hatte man auch nur wenige Probleme die knappe Führung zu behalten. Erst in der 89. Minute erzielten die Gäste den 1:1-Ausgleich, allerdings nach einem vermeintlichen Foul an Stürmer Serdar Dursun. Trainer Dirk Schuster war ob dieser Szene nach dem Spiel nicht gerade begeistert: "Über die Szene mit Dursun vor dem 1:1 muss sich jeder seine eigenen Gedanken machen. Wir haben es nochmal angesehen und ich muss sagen, dass ich manchmal die Gedankengänge der Schiedsrichter nicht verstehe. Aber das müssen wir akzeptieren." Auf der Gegenseite beklagten auch die Arminen, dass zwei 50/50-Elfmetersituationen nicht zugunsten des DSC, sondern für die Lilien entschieden wurden. Es kam allerdings trotzdem noch schlimmer für die Lilien, die nach einem Schnittstellenpass in der 93. Minute noch das 1:2 hinnehmen mussten.
"Es kommt echt vieles zusammen"
Torschütze Sulu war nach dem Spiel nicht nur bedient, sondern auch merklich sauer: "Bielefeld schießt im ganzen Spiel vielleicht dreimal aufs Tor und nimmt am Ende die drei Punkte mit. Ich glaube nicht, dass heute die bessere Mannschaft gewonnen hat. Trotzdem haben wir nach der Niederlage in Dresden ein gutes Spiel gemacht, meiner Meinung nach waren wir in allen Belangen besser und haben unverdient verloren. Am Ende kommt leider vieles zusammen." Dennoch dürfen die Darmstädter nicht außer Acht lassen, dass sowohl in der zweiten Hälfte in Dresden und auch gegen die Arminen nicht gerade die kämpferisch beste Leistung an den Tag legten. Beide Male wirkten die Gegner griffiger und bissiger als die Gegner, sodass man nun nach langer Erfolgsserie zwei Niederlage in Folge einstecken musste. Ähnlich äußerten sich die Fans in den sozialen Netzwerken, die zwar auch die Schiedsrichter-Entscheidungen kritisierten, jedoch die Leistung der eigenen Mannschaft zum Teil nicht anerkennen wollten. Zu dieser Erkenntnis kam auch Offensivmann Marcel Heller, der für die kommenden Spiele mehr Gier nach Toren forderte: "Das müssen wir jetzt analysieren. Wenn wir führen, müssen wir in Zukunft auch mal einen drauflegen. So minimieren wir das Risiko, dass es schief gehen kann." Die nächste Chance dazu bietet sich am Samstag gegen Holstein Kiel, bevor danach der HSV ans Böllenfalltor kommt.