Magdeburg will ersten Heimsieg gegen den HSV

Nach zehn Spieltagen wartet der 1. FC Magdeburg weiterhin auf den ersten Heimsieg in der 2. Bundesliga. Am Freitagabend könnte es soweit sein – doch mit dem HSV kommt ein starker Gegner.
FCM erwartet Highlight
Die meisten Mannschaften fiebern ihrem Heimspiel gegen den HSV in dieser Saison entgegen – so auch der 1. FC Magdeburg: "Das ist ein Highlight für uns, aber auch für die Fans", betonte Björn Rother auf der Pressekonferenz vor der Partie: "Wir wissen: Auf die Leute im Stadion können wir uns verlassen. Jetzt sind wir mal dran, mit einem Heimsieg was zurückzuzahlen."
Bisher klappte es nämlich noch nicht mit einem Heimsieg im eigenen Stadion. Dennoch weiß Trainer Jens Härtel: Der Vorteil der eigenen Fans im Rücken ist nicht zu unterschätzen: "Auch, wenn die Ergebnisse in den Heimspielen nicht so gut waren: Wir hatten trotzdem eine tolle Atmosphäre. Niemand war enttäuscht, dass er hier im Stadion war. Da gilt es auch für die Mannschaft, an den Dingen festzuhalten, die gut waren."
Das sei durchaus auch auf das Sportliche zu beziehen: Obwohl der FCM in Heidenheim mit 0:3 verlor, präsentierte sich der Aufsteiger weitestgehend gut eingestellt auf den Gegner. "Wir haben eigentlich keine krassen Fehler gegen Heidenheim gemacht, waren auch in den Statistiken besser", betonte Härtel. Doch schon kleine Fehler würden eiskalt bestraft. Das war in der Nachbereitung der Partie ein großes Thema: "Wir haben unsere Fehler ganz klar analysiert, aber auch gesehen, dass wir gut gespielt haben und uns einfach nicht belohnt haben", berichtete Björn Rother: "Ich habe ein sehr gutes Gefühl nach der Woche."
Härtel erwartet "wache" Hamburger nach Trainerwechsel
Mit dem HSV kommt nun aber der klare Favorit nach Magdeburg, der darüber hinaus auf den Trainereffekt hoffen kann: "Es ist nicht ganz so einfach für uns. Ein neuer Trainer hat immer einige neue Ideen. Allerdings hatte er nicht so viele Einheiten mit der Mannschaft", erklärte Härtel im Hinblick auf die kurze Zeit, die Hannes Wolf bisher mit seiner neuen Mannschaft hatte. Viel Veränderung sei also nicht möglich: "Hamburg hat ein starkes Pressing gespielt. Dafür steht auch Hannes Wolf. Möglich, dass sie etwas im Spielaufbau verändern."
So geht der FCM-Coach etwa davon aus, dass Keeper Pollersbeck nicht mehr so stark ins Spiel einbezogen wird, wie zuvor. Sicher ist sich Härtel allerdings: "Die Mannschaft wird wach sein, total fokussiert sein. Sie werden wissen, was sie hier erwartet." Davon solle sich seine Mannschaft aber nicht beeindrucken lassen: "Wir hätten gerne mehr Punkte, als wir haben. Aber wir sollten uns auf dieses Spiel freuen. Dass wir als klarer Außenseiter ins Spiel gehen, ist uns klar. Aber wir haben trotzdem eine Chance."