Bielefeld verliert erneut: "Jetzt ist es Kopfsache"

Zum vierten Mal in Folge ging der DSC Arminia Bielefeld in der 2. Bundesliga als Verlierer vom Platz. In einer ereignisarmen Partie zeichnete sich das torlose Unentschieden schon ab – bis Philipp Hochscheidt Bielefeld mit einem Traumtor schockte.
Hochscheidt setzt Bielefeld außer Gefecht
Tabellendreizehnter gegen Vierzehnter – eine Konstellation, die im Vorfeld der Partie kein Fußballfest versprach. Doch während Erzgebirge Aue sich in den letzten Partien mit guten Ergebnissen ein wenig aus dem Tief befreite, ging Bielefeld mit drei Niederlagen im Rücken in die Partie – und sollte den nächsten Rückschlag erleiden.
Denn in der 66. Minute fasste sich Aues Jan Hochscheidt ein Herz, ließ nach einem langen Ball Innenverteidiger Salger einfach stehen und zog aus vollem Lauf ab. Startelf-Debütant Philipp Klewin konnte nur noch hinterherschauen: "Beim Gegentor ist es ein Ball hinter die Kette, dann trifft Hochscheidt ihn überragend, das muss man anerkennen", zeigte sich der Keeper, der erstmals in dieser Saison anstatt des verletzten Stammtorhüters Ortega zwischen den Pfosten stand, beeindruckt: "Das war natürlich ein besonderes Spiel für mich, aber ich hatte mir ein anderes Ergebnis vorgestellt."
Kaum Zeit für Aufarbeitung
Denn auch nach diesem vermeintlichen "Hallo-Wach-Moment" kam Arminia nicht besser in die Partie: "Es war kein gutes Spiel von uns", fand Trainer Jeff Saibene gegenüber der Vereinswebsite. Auch Florian Hartherz gab zu: "Wir haben nicht das auf den Platz gebracht, was wir auf den Platz hätten bringen müssen. Dann verlierst du so ein Spiel 0:1. Nach vorne war das zu wenig."
Zu lethargisch zeigten sich die Bielefelder im Angriff: "Wir haben wenig gut gemacht, waren in den Zweikämpfen nicht gierig genug", ordnete Stephan Salger ein: "Ich dachte eigentlich, dass wir weiter wären, jetzt müssen wir unseren Stil und unsere Körperlichkeit wieder auf den Platz bekommen. Natürlich ist es jetzt auch Kopfsache."
Eine Niederlage, durch die sich die Krise der Bielefelder weiter verschärft: Nur noch drei Punkte trennen die Saibene-Elf vom Relegationsrang: "Wir sind gerade in einer negativen Phase. Es kann nicht immer bergauf gehen", so der Trainer, der aber auch weiß: Viel Gelegenheit zum aufarbeiten bleibt nicht: "Wir haben jetzt vier Tage Zeit, um die Köpfe freizubekommen für das Pokalspiel gegen Duisburg", so der Trainer, auf dessen Mannschaft schon die nächste Aufgabe wartet. Ein Sieg im Pokal könnte zumindest kurzfristig wieder für bessere Stimmung sorgen: "Ich bin mir zu 100 Prozent sicher, dass wir es schaffen, aus der schwierigen Phase wieder rauszukommen."