Nach 12 Jahren: Harald Gärtner verlässt den FC Ingolstadt

Der bisherige Geschäftsführer Sport, Harald Gärtner, und der FC Ingolstadt trennen sich mit sofortiger Wirtkung. Wie die Schanzer auf ihrer Homepage bekannt gaben, erfolgt die Trennung in beiderseitigem Einvernehmen. Als Begründungen werden Gespräche mit dem Aufsichtsrat des FCI genannt, in denen unterschiedliche Auffassungen zur zukünftigen "sportlichen und strategischen Ausrichtung" des Vereins zwischen Harald Gärtner und dem Gremium offensichtlich wurden und eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr zulassen.
Wehmut bei Gärtner
Der 50-jährige zeichnete für den Bundesliga-Aufstieg und zwei Jahre in der höchsten deutschen Spielklasse verantwortlich, verlässt "seinen" FCI allerdings auch in prekärer Lage. Angesichts dessen wünscht sich Gärtner, dass die "Mannschaft in die Erfolgsspur zurückkehrt und auch das nötige Quäntchen Glück im Kampf um den Klassenerhalt hat" und beschreibt, dass ihm der Abschied schwer fällt: "Ich scheide mit einer gehörigen Portion Wehmut" Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Frank Dreversfindet warme Worte: Der Verein stehe "auf einem hervorragenden Fundament – sowohl mit Blick auf die Nachwuchsarbeit als auch auf die Infrastruktur"
Keine Zeit für einen Rückblick beim FCI
Mitten im Abstiegskampf mag sich Gärtner aber nicht lange mit Vergangeheitsbewältigung aufhalten: "Ich weiß heute sehr genau, was vorübergehend an dem einen oder anderen Punkt schief gelaufen ist, aber im Nachhinein darüber zu sprechen ist nicht zielführend und darum soll es auch nicht mehr gehen." Bei den Schanzern zählt nur der Klassenerhalt, darauf will und soll man sich - so Harald Gärtner - fokussieren, sodass der FCI die Liga hält und auch Gärtner eine rundum zufriedene 12-Jahres-Bilanz ziehen kann.