96 auf Trainersuche: Wer wird Slomkas Nachfolger?

Bei Hannover 96 ist die Trainersuche im vollen Gange. Der neue Coach soll für eine "stabile Saison" sorgen und nochmal den Anschluss nach oben anvisieren. Aber wer könnte den Job in der Landeshauptstadt übernehmen?
Mehrere Namen kursieren - Anfang ist raus
Jan Schlaudraffs Telefon dürfte aktuell glühen: Der Sportdirektor ist damit beauftragt, mögliche Kandidaten für die Slomka-Nachfolger auszumachen und nach Hannover zu lotsen. Die Aufgabe für den neuen Trainer wird nicht einfach: Die Mannschaft ließ zuletzt einiges an Spielfreude vermissen, gerade zu Hause zeigte sie sich gerade in der Offensive auffällig harmlos. Das soll sich mit dem Trainerwechsel ändern - welche Kandidaten kommen in Frage?
Wie üblich sind mehrere Namen in der Verlosung. Eine logisch anmutende Entscheidung wäre eine Verpflichtung von Markus Anfang gewesen, der schon im Sommer ein Kandidat bei 96 war. Doch der ehemalige Kölner sagte vorsorglich ab - er stehe nicht zur Verfügung.
Interessiert hingegen zeigte sich Ex-96-Profi Thomas Brdaric. Der aktuelle Trainer von Rot-Weiß Erfurt sagte dem Sportbuzzer: "Ich bin für jede Aufgabe bereit. Man sollte doch Leute nehmen, die eine Verbindung zum Verein haben." Dieses Modell verfolgte 96 zuletzt vermehrt: Sowohl Daniel Stendel als auch André Breitenreiter und Mirko Slomka hatten eine gemeinsame Geschichte mit dem Verein, bevor sie die Stelle antraten. Für Brdaric wäre 96 die erste Trainer-Station in der 2. Bundesliga. Möglich aber, dass 96 erfahrenere Kandidaten sucht.
Darauf würden die Namen Jens Keller und Markus Gisdol passen. Beide haben Erfahrungen in den höchsten deutschen Ligen. Gisdols letztes Engagement liegt allerdings schon etwas länger zurück: Seit seinem Abschied vom HSV im Januar 2018 blieb Gisdol ohne Trainerjob. Keller hingegen stand Anfang des Jahres beim FC Ingolstadt an der Seitenlinie. Er durfte allerdings nur 12 Spiele mitmachen, bevor die erneute Trennung folgte - Ingolstadt stieg am Ende der Saison ab. Besser bleibt sein Engagement bei Union Berlin in Erinnerung. Keller führte den Verein damals fast in die erste Bundesliga, scheiterte als Viertplatzierter aber an den Aufsteigern VfB Stuttgart und eben Hannover 96. Die Relegation sicherte sich Eintracht Braunschweig.
Wolf oder Kauczinski Kandidaten?
Ebenfalls gehandelt werden die Trainer Hannes Wolf und Markus Kauczinski - ebenfalls Namen, die schon in der Vergangenheit mit 96 in Verbindung gebracht wurden, wenn die Suche nach einem neuen Trainer anstand. Wolf brachte den VfB Stuttgart in der Zweitliga-Saison 16/17 noch einen Platz vor 96 zurück in die Bundesliga. Danach wurde er vom HSV mit der Mission Wiederaufstieg betraut - diese endete allerdings nach einer guten Hin-, aber sehr schwachen Rückrunde nur mit dem 4. Platz.
Markus Kauczinski stand zuletzt beim FC St. Pauli an der Seitenlinie, davor in Ingolstadt und Karlsruhe. Beim KSC verbrachte Kauczinski die längste Zeit seiner Trainerkarriere und holte die Drittliga-Meisterschaft in der Saison 12/13. Seine letzte Station auf St. Pauli endete nach insgesamt 47 Partien mit der Trennung.