Pyrotechnik: Hohe Geld- und Bewährungsstrafe für den 1. FC Köln

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den 1. FC Köln am Mittwoch zur Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro verurteilt.  Zudem wird dem Klub auferlegt, einen Geldbetrag von 30.000 Euro in Projekte und Maßnahmen zu investieren, die der Gewaltprävention und der Ermittlung von Tätern bei Kölner Spielen dienen. Darüber hinaus erhielt der 1. FC Köln eine neunmonatige Bewährungsstrafe, die zwei Heimspiele unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit umfasst. Konkret geht es dabei um das Schließen der Stehplatzbereiche. Diese Maßnahme wird jedoch nur dann umgesetzt, wenn es innerhalb der Bewährungszeit zu einem schwerwiegenden Wiederholungsfall kommt.

Knallkörper verletzte sieben Zuschauer

Zurückzuführen ist die Strafzahlung auf insgesamt fünf Vorkommnisse der Kölner Fans. Insbesondere im Rahmen des Derbys bei Fortuna Düsseldorf am 22. Dezember 2013 war es vermehrt zu Vorkommnissen mit Kölner Zuschauern gekommen. "Schon vor Spielbeginn gab es Böller- und Flaschenwürfe, wurden Ordner im Eingangsbereich überrannt, Bengalische Feuer in Richtung Düsseldorfer Anhänger und Sitzschalen in andere Zuschauerblöcke geworfen. Zudem wurde eine Leuchtrakete in den Düsseldorfer Block geschossen. Während der Partie wurden Bengalische Feuer und Knallkörper gezündet, ferner Feuerzeuge, Plastikbecher und eine kleine Schnapsflasche in Richtung Spielfeld und Schiedsrichter-Assistent geworfen", teilte der DFB. Kleinere Vorfälle gab es zudem beim Auswärtsspiel in Trier am 3. August (Pyrotechnik), in Paderborn am 10. August (Gegenstände flogen aus dem Block), am 10. November in Bochum (50 Kölner Zuschauer verschafften sich unkontrolliert Zugang zum Stadion) sowie am 9. Februar 2014 beim Heimspiel gegen Paderborn, als ein Knallkörper Zuschauer sieben verletzte. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig. In der ligaweiten Strafentabelle steigt der FC auf dem ersten Platz an.

Die Strafentabelle

 

FOTO:  FU Sportfotografie


 

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