St. Pauli: Veerman soll bleiben, Diamantakos erwägt Abschied
Zu Beginn des Jahres sprach Sportchef Andreas Bornemann beim FC St. Pauli über eine Kaderstraffung, dann folgte als erster Abgang ausgerechnet Top-Vorbereiter Mats Möller Daehli. Inzwischen bangen die Fans der Kiezkicker um weitere Leistungsträger wie Henk Veerman. Währenddessen bringt sich Stürmer Dimitrios Diamantakos selbst auf den Markt.
Veerman von Engländern gejagt
"Als wir über die Straffung des Kaders sprachen, war es nicht unbedingt die Idee, Mats abzugeben. Das dürfte jedem klar sein", erklärt FCSP-Sportchef Andreas Bornemann gegenüber der "Bild"-Zeitung, als er über die Kaderplanung des Klubs im Winter sprechen sollte. Trotzdem ging der Norweger, weil er den Kiezkickern ein dickes Transferplus auf dem Konto brachte. Gleiches könnte jetzt für Henk Veerman gelten, der ebenfalls zu den Leistungsträgern zählt - und sicherlich nicht zu den Verkaufskandidaten.
Der SC Paderborn soll dran sein. "Das haben wir zur Kenntnis genommen. Es gab keine Kontakte oder Angebote für Henk", schiebt Bornemann den Riegel vor und betont: "Wir haben keine Ambitionen, ihn abzugeben. Das wird nicht passieren. Nach Mats wollen wir keinen weiteren Startelf-Spieler, der für Torgefahr sorgt, abgeben." Anders sieht es vielleicht aus, wenn englische Ablösesummen gezahlt werden. Dazu wären zwar nicht die Paderborner in der Lage, aber eben die Klubs von der Insel - und die sollen ihre Fühler ebenso, wie spanische Interessenten, nach Veerman ausgestreckt haben.
Diamantakos will Tore schießen
Sollte Veerman den Klub verlassen, rückt auch automatisch Dimitrios Diamantakos in den Fokus. Der griechische Stürmer erzielte sechs Tore in zehn Partien, wurde aber immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Muskuläre Probleme und ein Muskelfaserriss setzten dem 26-Jährigen zu. "Ich bin der alte Dimi, der sechs Tore erzielt hat. Ich hoffe, dass ich im neuen Jahr mehr mache", feuert der Grieche in der "Bild" die Werbetrommel an, denn sein eigener Vertrag läuft nur noch bis Saisonende in Hamburg.
"Ich denke, dass ich noch mindestens bis Saisonende bleibe. Und dann schauen wir weiter", rechnet sich Diamantakos in der Rückrunde durchaus Chancen zu, sich für eine Vertragsverlängerung zu empfehlen. Auf der anderen Seite könnte der Grieche aber auch jetzt schon im Winter langfristig planen: "Wenn ein Angebot kommt, das für den Verein und auch für mich gut ist, wird man sich vielleicht damit beschäftigen." Sollte Veerman nicht abgegeben werden, muss sich Diamantakos in der Rückrunde mit Borys Tashchy und Victor Gyökeres um einen Platz in der Startelf streiten - Abwanderungsgedanken liegen daher nicht allzu fern.