Nach Aue: Riesige Enttäuschung in Hamburg
Mit dem 0:3 in Aue hat der Hamburger SV einen weiteren Rükschlag erlitten. Es ist bereits der dritte in kurzer Zeit – und die Stimmung ist am kippen.
Der nächste Rückschlag für den HSV
Eigentlich hatte das neue Jahr mit drei Siegen in Folge für den Hamburger SV ziemlich gut begonnen. Man stand auf dem zweiten Tabellenplatz, fuhr Punkt um Punkt ein - alles wunderbar. Doch so langsam ist die Stimmung am Kippen: Erst musste man fast von Glück reden, als sich der HSV in Hannover durch einen Lucky Punch in letzter Minute noch einen Punkt sicherte. Dann folgte die Derby-Pleite gegen St. Pauli – die zweite der Saison – und nun auch noch ein 0:3 bei Erzgebirge Aue. Das verlor man nicht nur unterlegen, sondern auch noch in Unterzahl, nachdem Jung für eine Schwalbe die Gelb-Rote Karte sah.
Die mitgereisten Anhänger machten ihrem Unmut in Aue Luft – und die Spieler stellten sich der Kritik: "Wir wollten uns zeigen und uns stellen", berichtete Keeper Daniel Heuer Fernandes nach dem Spiel auf der vereinseigenen Website: "Es ist eine riesen Ernüchterung. Wir verstehen die Reaktion der Fans. Uns geht es nicht anders", so der Torhüter: "Wir sind sehr enttäuscht, müssen schnellstmöglich wieder Spiele gewinnen."
"Im Moment ist es nicht gut genug"
Trainer Hecking habe in der Halbzeit die Probleme angesprochen, doch die Spieler hätten nicht die richtigen Mittel gefunden, so der Torhüter. "Unterm Strich war es ein verdienter Sieg für Aue. Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten die Derby-Niederlage möglichst schnell aus den Köpfen kriegen", erklärte auch Trainer Dieter Hecking, für den das Spiel am Ende eines zum Vergessen wurde: "In der Halbzeit haben alle den Kopf voll, wollen das Beste und würden es gerne besser machen. Doch dann kassierst du die Gelb-Rote Karte, das 0:2 und musst Timo Letschert noch auswechseln. Es ist alles zusammengekommen."
Auch Letschert, der sich im Laufe des Spiels verletzte, war die Kritik nicht entgangen: "Wir verstehen, dass die Fans unglaublich sauer sind. Sie kommen hier extra nach Aue, haben viel Leidenschaft für den Verein. Vielleicht sieht es so aus, als ob wir nicht kämpfen. Aber wir geben immer alles. Im Moment ist es nicht gut genug." Ähnlich kritisch fiel dann acuh Heckings Fazit aus: "Es ist schwer, das eben Gesehene sofort in Worte zu fassen. Letztendlich haben wir 0:3 verloren und das steht erst einmal. Wir müssen es sacken lassen, aber den Kopf auch wieder hochnehmen." Schließlich steht am nächsten Samstag schon die nächste Aufgabe gegen den SSV Jahn Regensburg an.