Endspurt: Arminia Bielefeld mit dem Rücken zur Wand
Das jüngste 0:0 der Bielefelder (17.) gegen den Karlsruher SC (6.) hat zwar gezeigt, dass die Blauen durchaus in der Lage sind in der 2. Bundesliga mitzuhalten, dennoch sprechen gerade die Ergebnisse der Konkurrenten im Abstiegskampf gegen die Arminia. In den letzten drei Partien traf der DSC schon nicht mehr - eindeutig zu wenig, um von den Abstiegsrängen zu kommen. Dabei waren in den Spielen gegen den KSC und VfR Aalen (0:0) mehr als nur eine Punkteteilung möglich. Oftmals agierten die Ostwestfalen zu verhalten und nicht entschlossen genug in der Offensive. Durch den überzeugenden Dresdner Sieg am Montagabend hat Bielefeld mittlerweile drei Punkte Rückstand auf den Relegationsrang. Vor den finalen vier Ligaspielen steht der DSC mit dem Rücken zur Wand.
Kaum Torgefahr - Restprogramm als letzte Chance
Zwar erscheint das Team unter Neu-Trainer Norbert Meier im Defensivverhalten geordneter, allerdings mangelt es dadurch an der Durchschlagskraft vorne. So erzielten die Bielefelder in der gesamten Amtszeit von Meier nur drei Treffer. Meier ist immerhin seit sieben Spielen für die Arminia verantwortlich. Weder der ehemalige Torgarant Fabian Klos, noch Köln-Leihgabe Kacper Przybylko wissen in vorderster Front zu überzeugen. Die Winterneuzugänge Vujadin Savic und Ben Sahar wurden von Meier gegen Karlsruhe erst gar nicht berücksichtigt. Die einzige gute Nachricht für die Bielefelder ist dieser Tag das Restprogramm mit Teams aus der unteren Tabellenhälfte. So dürfen die Arminen die Duelle mit den Tabellennachbarn als letzte Chancen ansehen. Als nächstes reist die Mannschaft von Norbert Meier zu den formschwachen Münchener Löwen (10.) und eine Woche später gastiert das Team beim so gut wie geretteten VfL Bochum (11.). Am 33. und 34. Spieltag geht es dann gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Der FSV Frankfurt (15.) und Dynamo Dresden (16.) sind Vereine, die noch kein allzu großes Polster auf den Drittliga-Aufsteiger der Vorsaison haben. Einen kleinen Nachteil hat der DSC allerdings bei seinen "Endspielen": Bis auf das Frankfurt-Spiel werden alle Begegnung auswärts ausgetragen.
FOTO: Uwe Schmidt