Punkt für die Moral: Doppelspitze macht Werder doch noch froh

Vom Ergebnis her steckt der SV Werder Bremen nach dem 1:1-Unentschieden gegen St. Pauli immer noch im Mittelfeld der Tabelle fest. Für die Moral war der Punktgewinn gegen den Tabellenführer jedoch wichtig. Zumal die Doppelspitze mit Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug augenscheinlich funktionierte. Die Grün-Weißen blicken positiv voraus.

Systemwechsel bringt frischen Wind

16 Punkte aus zwölf Spielen - die Bilanz der Bremer ist ausbaufähig. Nach den letzten Ergebnissen gegen Darmstadt (0:3) und Sandhausen (2:2) schien es nun im Heimspiel gegen den FC St. Pauli aufwärts zu gehen. Zwar sprang wieder nur ein Punkt für die Elf von Cheftrainer Markus Anfang heraus, doch das dürfen die Bremer in einer schwierigen Phase durchaus als Achtungserfolg einordnen. "Ich glaube, dass es ein sehr intensives Spiel war und für die Zuschauer auch ein sehr ansehnliches Spiel", war sich daher auch der SVW-Coach sicher. "Gerade in der ersten Halbzeit hätte ich mir natürlich gewünscht, dass wir eine von diesen Großchancen reinmachen."

Anfang startete die Partie mit einer Doppelspitze, in der sich Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug die Bälle gegenseitig zuspielen konnten. "Als Stürmer ist es immer schön zu wissen, dass noch ein anderer nebendran steht", befürwortete Füllkrug den Systemwechsel, in dem beide Angreifer zum Zug kamen. Etwas "komplett Neues" sei es für den 28-Jährigen nicht gewesen, konnte er doch Erfahrungen als Joker in dieser Rolle sammeln. "Ich glaube, dass es heute schon ganz ordentlich war und wenn wir uns noch ein bisschen besser einspielen, dann haben wir glaube ich viele Möglichkeiten", zeigte sich Füllkrug zuversichtlich.

"Nehmen wir mit"

Bezeichnend: Füllkrug legte Ducksch im zweiten Abschnitt den Führungstreffer der Bremer auf (62.). Den Kiezkickern aus Hamburg gelang zwar die schnelle Antwort (67.), doch der Auftritt insgesamt machte den Werderanern Mut. "Wir gehen dann in Führung und ich glaube, wenn wir dann zwei, drei Situationen besser ausspielen, können wir das Spiel auch gewinnen", bekräftigte auch Markus Anfang, der nach der Umstellung von St. Pauli im zweiten Abschnitt weiter nach vorne spielen ließ. Auch von seinem Sturmduo war der Coach überzeugt, wenngleich es noch nicht perfekt war: "Insgesamt haben die beiden das aber gut gemacht vorne."

Zuspruch bekam der Systemwechsel von 4-3-3 zu einem 3-4-2 auch vom Team. "Also wir wollten heute viel die beiden suchen. Zwei torgefährliche Spieler vorne drin zu haben schadet glaube ich nie. Und die harmonieren auch gut zusammen finde ich", erklärte Jean-Manuel Mbom stellvertretend, der seinerseits in eine zentrale Rolle zurückkehrte. Auch defensiv stand Bremen stabil. "Ein positiver Punkt gegen den Tabellenführer. Nehmen wir mit", fasste Mbom daher knapp zusammen. Weiter geht es schon am Freitag (18:30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"