Nach unglücklicher Niederlage: Kwasniok "extrem enttäuscht"
Trotz einer engagierten Leistung steht der SC Paderborn nach dem 0:2 auf Schalke mit leeren Händen da. Den Trainer ärgerte vor allem das Defensivverhalten vor dem ersten Gegentor.
"Fühlt sich nach wie vor bescheiden an"
Lukas Kwasniok war der Ärger auf der Pressekonferenz nach dem Spiel deutlich anzumerken. " Es fühlt sich nach wie vor bescheiden an. Das war vor einer halben Stunde nicht anders und wird morgen wahrscheinlich genauso sein." Seine Paderborner hatten gerade zum ersten Mal in dieser Saison auswärts verloren – obwohl eindeutig mehr möglich gewesen wäre. "Man kann hier beim FC Schalke 04 verlieren, es war dennoch nicht nötig. Das Quäntchen, das wir in dem einen oder anderen Spiel auswärts hatten um ungeschlagen zu bleiben, war heute nicht auf unserer Seite." Nach einer forschen Anfangsphase, in der der SCP drauf und dran war den Hausherren den Schneid abzukaufen, fiel das Gegentor per Freistoß.
Kwasniok sauer über Gegentor
Die Art und Weise des Treffers brachte Kwasniok auf die Palme: "Da bin ich ein bisschen stinkig. Wir wussten, dass wir körperlich unterlegen sind. Dann kannst du einen Luftzweikampf verlieren, aber nicht fahrlässig Räume herschenken." Nach der Standardsituation konnte Marius Bülter relativ unbedrängt einköpfen. Die Ostwestfalen ließen sich von diesem Rückschlag allerdings nicht sonderlich beeindrucken, sondern störten den Favoriten weiter früh. "Du versuchst das Spiel zu dominieren, zu kontrollieren, ohne dass du selbst zu torgefährlich wirst. In der zweiten Halbzeit ist es recht schnell sehr wild geworden". Mehrere Pfostentreffer auf beiden Seiten verhinderten, dass sich der Schlagabtausch auch auf der Anzeigetafel widerspiegelte.
Michel nicht zu ersetzen
Für Kwasniok stand außer Frage, dass sein Team in dieser Phase hätte ausgleichen können. Stattdessen legte Schalke das 2:0 nach. "Damit war das Spiel ein wenig gelaufen", bilanzierte der 40-Jährige. "Wir sind natürlich extrem enttäuscht." Paderborn holte aus den vergangenen neun Spielen lediglich einen Sieg und blieb zuletzt zweimal torlos. Das lässt vermuten, dass der Last-Minute-Abgang von Topscorer Sven Michel dem Team zu schaffen macht. "Es ist jetzt keine so große Überraschung, dass er uns an der einen oder anderen Stelle fehlt. Aber für uns gilt es, Lösungen zu finden", so Kwasniok. Spieler wie Felix Platte, Dennis Srbeny oder Kemal Ademi müssten jetzt in die Bresche springen. Die nächste Gelegenheit dazu bekommen sie am Freitag gegen Abstiegskandidat Erzgebirge Aue. Die Marschrichtung ist für Kwasniok klar: "Voller Power dass Spiel angehen und nach Möglichkeit einen Dreier einfahren."