St. Pauli hadert nach Last-Minute-Remis: "Wir haben heute 1:1 verloren"

"Es fühlt sich wie eine Niederlage an", ließ FC St. Paulis Linksverteidiger Leart Paqarada nach der Punkteteilung mit dem 1. FC Nürnberg wissen. Gegen den direkten Konkurrenten im Aufstiegskampf führte man bis in die zweite Minute der Nachspielzeit, ehe die Franken durch den späten Ausgleichstreffer ein schmeichelhaftes Unentschieden erlangten.

Weiterhin Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen

"Es ist wirklich sehr bitter, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben und auch verdient in Führung gegangen sind. Diese musst du über die Zeit bringen, das ist ganz klar. Wir haben über weite Strecken sehr gut verteidigt, passen einmal nicht auf und dann ist der Ball drin", resümierte Paqarada. "Was der Punkt am Ende bringt, wird man noch sehen. In der zweiten Liga ist noch alles offen. Auch wenn wir jetzt ein bisschen schlechter dastehen, hat keiner von uns das Ding jetzt abgehakt."

Die Kiezkicker sind weiterhin in Tuchfühlung mit den direkten Aufstiegsplätzen. Zwei Partien vor Saisonende haben sie jedenfalls drei Punkte Rückstand auf Rang zwei, ungeachtet dessen, ob diesen nach Abschluss des Spieltags Werder Bremen oder der SV Darmstadt, der am Samstag durch einen Dreier gegen Aue den Relegationsrang verlassen würde, belegt.

"Der späte Ausgleich ist ein absoluter Tiefschlag gewesen"

Dennoch muss der Nackenschlag gegen Nürnberg erst einmal verkraftet und verarbeitet werden. "Der späte Ausgleich ist ein absoluter Tiefschlag gewesen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Und dann so spät der Ausgleich, das ist schon sehr bitter", sagte ein enttäuschter Luca Zander, für den sich die Begegnung mit dem Club "wie eine Niederlage" anfühle. Dessen Chefcoach fand ähnliche Wort. "Wir haben heute 1:1 verloren", so Timo Schultz, der anfügte: "Es sind viele Kleinigkeiten und dann steht man ganz anders da. Hätte und Wenn zählt halt nicht im Fußball, sondern nur die Anzeigetafel und da ist die Enttäuschung groß. Über den späten Gegentreffer müssen wir uns ärgern, mit der Leistung der Mannschaft kann ich grundsätzlich aber zufrieden sein."

Dass die Niederlage am Freitag an Schultz nagte, war nicht schwierig zu bemerken. "Man kennt mich mittlerweile als Chefoptimist, heute fällt es mir aber schwer. Solche Tage muss es auch mal geben. Nächste Woche geht es volle Pulle Richtung Schalke. Da haben wir die Möglichkeit, noch mal in Schlagdistanz zu kommen. Uns erwartet ein außergewöhnliches Spiel, auf das ich mich freue. Ich bin mir sicher, dass wir auf Schalke richtig Gas geben werden", so der FCSP-Übungsleiter. Der Endspurt in Liga zwei verspricht eine Menge Spannung. Gewinnen die Hanseaten beim Spitzenreiter S04, wären sie bis auf zwei Punkte an den Königsblauen dran.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"