HSV vor Hansa-Spiel: Zwischen Trauer und sportlichem Alltag

Vor dem sonntäglichen Duell mit dem F.C. Hansa Rostock scheinen alle Gedanken bei der verstorbenen HSV-Ikone Uwe Seeler. Dennoch wollte Hamburgs Coach Tim Walter eine Verbesserung der sportlichen Leistung als zuletzt gegen Aufsteiger Braunschweig bei seinen Spielern sehen.

"Den größten HSVer aller Zeiten verloren"

Gleich zu Beginn der abschließenden Pressekonferenz vor dem Nordduell gegen die Rostocker wurde schnell klar, dass die Situation beim HSV eine besondere ist. "Wir haben gestern den größten HSVer aller Zeiten verloren", stellte Trainer Tim Walter fest, für den die Medienrunde auch eine "ungewöhnliche" gewesen sei. Sein Mitleid gelte entsprechend der Familie des im Alter von 85 Jahren Verstorbenen. So sei "Uns Uwe" für den Übungsleiter "ein Idol" und "ein besonderer Mensch" gewesen, was die Ausgangssituation merklich erschwerte.

Auch weitergehend versuchte er auszudrücken, was für eine gewaltige Lücke die Hamburger Legende hinterlassen habe. "Wir werden es nie schaffen, seinem Erbe gerecht zu werden. Wir werden aber unser Bestes versuchen, um für ihn möglichst erfolgreich zu sein." Die Stadt werde den Klub "dabei unterstützen", war er sich sicher. Ein erster Schritt kann dabei im sportlichen Sinne am Sonntag getan werden, auch wenn die Fokussierung beileibe nicht leicht fällt.

Lehren aus Braunschweig gezogen?

Beim ersten Spiel der Saison gegen Eintracht Braunschweig ging der HSV zwar als Sieger vom Platz, doch lange schien der Aufstiegsaspirant gegen den konternden Aufsteiger verwundbar. Dies war auch Walter nicht entgangen. "Wir wissen, was wir in der vergangenen Woche in Braunschweig nicht gut gemacht haben", bekundete er, ohne genauer ins Detail zu gehen. Dennoch gelobte er, die ausgemachten Fehler in den kommenden Partien "besser machen" zu wollen. Am Ende standen ja ohnehin drei Punkte zum Auftakt. Entsprechend merkte er auch an, dass er sich nicht entschuldigen brauche, "wenn wir gewinnen."

Den Gast aus Rostock, der zum Auftakt Heidenheim unterlag, erwarte der Coach von Taktik und Anordnung "ähnlich wie Braunschweig", was die Fehlerbehebung einfacher machen könnte. Auch die "Kogge" werde auf ein "schnelles Umschaltspiel" setzen. Die Prämisse für die Rothosen wurde dabei schnell klar: "Wir werden an unsere Grenzen gehen müssen", gab der 46-Jährige die Marschrichtung vor. Zumal es für die Hamburger am Sonntag um mehr als nur drei Punkte gehen wird.

 

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