Banner in Rostock: DFB leitet Ermittlungen ein
Während es rund um das Derby zwischen dem F.C. Hansa Rostock und dem FC St. Pauli weitgehend ruhig geblieben ist, sorgten mehrere Banner im Hansa-Block für Aufregung. Nun ermittelt der DFB.
Hansa distanziert sich
Wie der Verband am Montag mitteilte, wird der Kontrollausschuss wegen der Banner ein Ermittlungsverfahren gegen den F.C. Hansa Rostock einleiten. Auf einem Banner war der Spruch "Schwule bekommen kein Nachwuchs!" zu lesen.
In einer Stellungnahme gegenüber dem "NDR" ließ der Klub verlauten: "Homophobie, Rassismus und ähnlich geartete Einstellungen und Ideologien stehen nicht für den F.C. Hansa Rostock und verbieten sich schon allein durch die in der Satzung des Vereins verankerten Werte wie Toleranz. Der F.C. Hansa Rostock ist politisch und religiös streng neutral und steht in all seinen Belangen auf demokratischer Grundlage."
"Lichtenhagen"-Banner sorgt für Diskussionen
Auf einem anderen Banner vermittelte der Aufdruck "Lichtenhagen" in Verbindung mit einer Sonnenblume Assoziationen an fremdenfeindliche Übergriffe auf das sogenannte Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen, einer Aufnahmestelle für Asylbewerber, heute vor 30 Jahren. Hansa erklärte dazu: "Das Banner gehört zu einer Fangruppierung aus dem Stadtteil Lichtenhagen, hängt seit über einem Jahrzehnt bei den Spielen und steht nicht im Zusammenhang mit den Ereignissen in Lichtenhagen".
Der Kontrollausschuss wird Hansa nun anschreiben und zu einer Stellungnahme zu den gezeigten Bannern auffordern. Nach Vorliegen und Auswertung der Stellungnahme wird das Gremium über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden. Es dürfte auf eine Geldstrafe hinauslaufen.
Hansa Rostock Fans heute mit dem Triple aus Transphobie Homophobie und Rechtsextremismus das muss man auch erstmal alles schaffen in einem spiel pic.twitter.com/btA1cQps0M
— Mürbeteich Maddi (@muerbimaddi) August 21, 2022