96 geht in Heidenheim leer aus: "Zur Entwicklung gehören Rückschritte"

Im Verfolgerduell mit dem 1. FC Heidenheim musste sich Hannover 96 geschlagen geben. Durch die 1:2-Niederlage an der Brenz verlieren Stefan Leitl und seine Mannschaft nun vorerst den Anschluss zu den Spitzenplätzen - doch ein Rückschlag soll der langfristigen Entwicklung nicht schaden. Die Niedersachsen wollen auf Spitzenniveau kommen.

"Glaube, dass nicht alles schlecht war"

Zum zweiten Mal in Folge mussten die Roten ihre Segel streichen. In Heidenheim kam der Anschlusstreffer von Cedric Teuchert in der Nachspielzeit zu spät, um noch etwas Zählbares mitzunehmen. Doch die Niederlage macht Mut. "Wir sind hier auf Zweitliga-Spitzenniveau in Heidenheim, es ist immer schwer, hier zu spielen. Ich glaube trotzdem, dass heute nicht alles schlecht war", so der Torschütze nach Spielschluss. Dass der Rückstand auf die Spitzenplätze nun fünf Punkt beträgt, sei ärgerlich. Insbesondere in Anbetracht des Spielverlaufs: "Natürlich tut es weh, weil man nach dem 0:2 schon gesehen hat, welchen Fußball wir spielen können."

96-Cheftrainer Stefan Leitl kam am Ende des Tages auf eine ähnliche Bewertung der Ereignisse. "Es gab sehr viele intensive Zweikämpfe und dadurch auf beiden Seiten wenige Torchancen. Wenn wir durchkamen, waren wir im letzten Drittel zu unsauber", legte 45-Jährige zugleich den Finger in die Wunde. Denn insgesamt begegnete Hannover den Hausherren auf Augenhöhe. Allerdings hatten die Brenzstädter das nötige Spielglück, wie Leitl auch beobachten musste: "Heidenheim macht dann ein Tor aus einem Pressingmoment heraus, was für uns natürlich sehr unglücklich ist."

Deutliche Steigerung zum Vorjahr

In der Gesamtbetrachtung wollte der Cheftrainer nicht unzufrieden mit der Partie sein. "Durch die Umstellung auf die Raute haben wir anschließend mehr Zugriff bekommen und hatten ein, zwei gute Situationen. Am Schluss reicht es so dann aber nicht, hier etwas mitzunehmen", summierte er die Geschehnisse. Insgesamt hätte seine Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf schon mehr Punkte holen können, fand Leitl, doch der 45-Jährige wird seinen Kopf nicht in den Sand stecken. "Zu einer Entwicklung gehören auch immer wieder Rückschritte dazu. Trotzdem geht es für uns weiter und ich bin davon überzeugt, dass der Weg stimmt und die Entwicklung okay ist", so Leitl.

Im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld, das am kommenden Samstag (20:30 Uhr) das Top-Spiel der Liga sein wird, können die Niedersachsen wieder dafür sorgen, dass die gute Entwicklung der Roten auch wieder zu Punkten führt. Zum Vergleich: Vor einem Jahr hatte Hannover ganze sechs Punkte weniger auf dem Konto und steckte mitten im Abstiegskampf. Die Sorgen der 96er haben sich somit schon einmal grundlegend verändert.

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