RB Leipzig belohnt sich gegen den VfR Aalen nicht
Nach einer Abstinenz von 16 Jahren meldete sich der Leipziger Fußball in der 2. Bundesliga zurück – und zwar mit dem gleichen Ergebnis, mit dem er sich 1998 verabschiedet hatte. Damals stieg der VfB Leipzig nach einem 0:0 gegen Wattenscheid 09 ab. Ebenso torlos feierte RB Leipzig am Samstag sein Debüt im Fußball-Unterhaus. Im Folgenden erklärt liga2-online, wie die Punkteteilung zu Stande kam.
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Rote Bullen stürmen, aber treffen nicht
Mit dem Anpfiff legten die Hausherren los wie die Feuerwehr und drängten den VfR Aalen tief in die eigene Hälfte. „In der Anfangsphase waren wir exzellent im Spiel und haben viele Torchancen herausgearbeitet“, zeigte sich Zorniger hoch zufrieden mit dem Beginn seiner Mannschaft. Die größte Möglichkeit zur Führung hatte Yussuf Poulsen, der den Ball nach zehn Minuten aus guter Position aber nur an den Außenpfosten setzte. Vor über 20.000 Zuschauern hatten die Schwaben mit dem Pressing des Aufsteigers zunächst sichtlich Probleme, stellten sich im Laufe der Partie aber immer besser darauf ein. So war es Poulsen per Einzelaktion, der für die nächste Chance der Rasenballsportler sorgte. Mit dem Rücken zum Tor narrte der Däne einen Verteidiger, knallte den Ball aus der Drehung aber nur an die Latte. Aalen hingegen sah das Leipziger Gehäuse erst kurz vor der Pause zum ersten und einzigen Mal aus der Nähe. Nach einem Konter bediente Drexler mustergültig den besser postierten Klauß, der mit einem Kopfball aber nur den Pfosten traf.
Tempo und Hitze fordern ihren Tribut
Nach dem Seitenwechsel ging es auf dem Platz deutlich ereignisloser zu als noch in der ersten Halbzeit. Die Gäste aus Aalen standen in der Defensive nach wie vor gut geordnet und ließen den Roten Bullen keinen Platz zum Kombinieren. Aufgrund der Hitze im Stadion und des kräftezehrenden Spiels in Halbzeit eins, konnten die Leipziger ihr laufintensives Pressing nicht mehr konsequent durchziehen. Die beste der nun seltenen Torchancen hatte Innenverteidiger Hoheneder als er eine Ecke knapp über das Tor köpfte. Mit Fandrich, Prevljak sowie Palacios brachte Zorniger im Laufe der zweiten Hälfte drei frische Offenisivkräfte, war mit deren Leistungen aber nicht zufrieden und hatte sich von den Einwechselspielern „mehr erhofft“. Da auch die Gäste im Angriff nichts Zählbares mehr zu Stande brachten, blieb es beim 0:0. Aalens Trainer Ruthenbeck bezeichnete den Punktgewinn für seine Mannschaft als „glücklich“ und befand, dass „der Gegner gezeigt hat, warum er in der zweiten Liga spielt.“ Auf Leipziger Seite wusste man nicht so recht, ob man bei 20:3 Torschüssen einen Punkt gewonnen oder zwei verloren hatte. Rufen die Roten Bullen die gezeigte Leistung auch in den nächsten Wochen ab und legen etwas an Kaltschnäuzigkeit im Angriff zu, dürften sie nach dem ersten Zweitligapunkt auch bald ihren ersten Zweitligasieg feiern.
FOTO: GEPA Pictures