HSV: Gutachter sollen Vuskovic im Dopingfall entlasten
Am Donnerstag um 11 Uhr geht das Verfahren um den Dopingfall des HSV-Profis Mario Vuskovic vor dem DFB-Sportgericht in die nächste Runde. Dabei soll es um die Auswertung von Gutachten gehen, die sich mit den Ergebnissen der Dopingproben befasst haben.
Neue Erkenntnisse könnten den Prozess in die Länge ziehen
Einem Bericht des "Hamburger Abendblatt" zufolge betrachten vier Gutachter die Auswertung der Proben als negativ. Die Experten wurden von Vuskovics Anwälten und dem Hamburger SV beauftragt, sind jedoch allesamt anerkannte Fachleute, die es sich nicht leisten könnten, eine falsche Einschätzung abzugeben. Die Erkenntnisse der Spezialisten liegen dem Vorsitzenden des Sportgerichts Stephan Oberholz bereits seit letzter Woche vor. Am vergangenen Freitag wurden davon zunächst das Prozedere der Urinentnahme, die Zwischenlagerung und der Transport der Probe thematisiert. Dabei kamen erste Unstimmigkeiten ans Licht.
Vuskovic hatte bislang stets auf unschuldig plädiert und ein Geständnis seines Vergehens abgelehnt. Zudem hat er laut "Kicker" einen Lügendetektor-Test gemacht und einen DNA-Abgleich angeboten. Die Erkenntnisse, die am Donnerstag behandelt werden, könnten den Kroaten ein weiteres Stück entlasten. Richter Oberholz wird die Gutachter nicht selbst befragen, ihre Analysen jedoch auf jeden Fall berücksichtigen. Zudem hatte er bereits in der letzten Verhandlung erklärt, dass es nötig sein könnte, weitere Gutachter zu beauftragen, die das Verfahren neutral aufarbeiten. Somit könnte noch ein weiterer Prozesstag folgen, bevor es zu einer Entscheidung kommt.