Saison 2021/22: Rekordumsätze, aber auch Rekordausgaben
Am Donnerstag hat die DFL den Wirtschaftsreport für die Saison 2021/22 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass die Zweitligisten in der zurückliegenden Saison einen Rekordumsatz verbucht, gleichzeitig aber so viel Geld ausgegeben haben wie noch nie.
Ausgaben um 267 Millionen Euro gestiegen
867,8 Millionen Euro! Auf diese Summe belief sich in der vergangenen Spielzeit der Umsatz aller 18 Zweitligisten. Der bisherige Erlösrekord aus der Saison 2018/19 wurde dabei um 85,8 Millionen Euro übertroffen, der Vorjahreswert sogar um satte 291,5 Millionen Euro. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass die Saison 2020/21 noch unter den Einflüssen der Corona-Pandemie stand, was zu geringen Erlösen führte. Außerdem spielten mit dem FC Schalke 04 und dem SV Werder Bremen in der vergangenen Serie zwei vergleichsweise große Klubs in der 2. Liga.
Die Gesamteinnahmen aus der Werbung konnten um 63,9 Prozent angehoben werden und erreichten mit 177,0 Millionen Euro einen Rekordwert. Aufgrund der Fan-Rückkehr stand auch im Bereich der Spielerträge ein großer Zuwachs: Mit 125,6 Millionen Euro wurde der Wert aus der letzten Vor-Corona-Saison 2018/19 (damals: 131,3 Millionen Euro) fast wieder erreicht.
Parallel zu den Einnahmen sind auch die Ausgaben der 18 Klubs der 2. Bundesliga auf einen Höchststand angewachsen. So gaben die Vereine insgesamt 877,4 Millionen Euro aus. 267,0 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der größte Einzelposten waren die Gehälter für die Profiabteilungen mit 262,2 Millionen Euro. Somit investierte jeder im Verein im Schnitt 14,5 Millionen Euro in seine Mannschaft, wobei auch diese Zahlen nicht unwesentlich durch Schalke 04 und den SV Werder beeinflusst wurden.
Zehn Klubs mit Gewinn
Insgesamt schlossen die Klubs die Saison 2021/22 mit einem leicht negativen Ergebnis ab, konnten im Vergleich zu den beiden Vorjahren allerdings eine Verbesserung erzielen. Zusammengerechnet gaben die Vereine 9,5 Millionen Euro mehr aus, als sie einnahmen. Zuvor waren dies noch 34,1 (2020/21) und 57,8 Millionen Euro (2019/20). Immerhin zehn Klubs erzielten einen Gewinn, nachdem dies im Vorjahr nur fünf gelungen war.
Die Quote, welche die Ausgaben für die Profimannschaft in Relation zu den Gesamteinnahmen setzt, erreichte unterdessen einen historischen Niedrigstand. Da der Umsatz deutlich stärker anstieg als die Gehälter für Profikader und Trainerteam, fiel der Wert auf 30,2 Prozent. Er ist damit um 0,4 Prozentpunkte niedriger als in der Saison 2018/19, der Spielzeit mit der bisher niedrigsten Quote.