"Sind weiter von uns überzeugt": HSV trotz Rückschlag optimistisch
Der Hamburger Sportverein hat den Sprung zurück auf einen Aufstiegsplatz verpasst. Bei der 0:2-Niederlage in Kaiserslautern zeigten sich die Rothosen erneut fehleranfällig und stehen nun vor dem Stadtderby gegen den FC St. Pauli gehörig unter Druck. HSV-Trainer Tim Walter beschwört weiterhin den Teamgeist der Mannschaft.
"Haben zu träge gespielt"
Nur ein Sieg aus den vergangenen fünf Spielen: Viel zu wenig für eine Mannschaft die den Anspruch an die 1. Bundesliga stellt. In Kaiserslautern waren wie so oft eklatante individuelle Fehler für den Misserfolg der Hanseaten ausschlaggebend. "Mein Zuspiel zuvor auf Reis war nicht das beste", sagte Torhüter Daniel Heuer Fernandes zur Szene vor dem ersten Gegentor. Auch wenn der Torwart im Anschluss der Partie fairerweise eine Teilschuld beim ersten Gegentreffer eingestand, so war es diesmal Ludovit Reis, der mit seinem Fauxpaus die Niederlage bei einleitete. Doch neben den Fehlern, die die Niederlage besiegelten, war der gesamte Auftritt der Hamburger behäbig. "Wir haben vor allem in der ersten Hälfte zu träge gespielt. Die Ballgeschwindigkeit war nicht gut", analysierte Heuer Fernandes die Partie.
Kapitän Sebastian Schonlau musste gestehen, dass seine Mannschaft "nicht zum Rhythmus" gefunden habe. Doch neben der eigenen Schwäche lobte der Innenverteidiger aber auch den Gegner: "Mit der Spielweise von Kaiserslautern hatten wir über weite Strecken große Probleme", erklärte Schonlau und musste abschließend festhalten, dass ein Erfolg seiner Mannschaft an diesem Abend nicht verdient gewesen wäre.
"Sind weiter von uns überzeugt"
Zwar hatten die Hamburger wie so oft viel Ballbesitz, konnten dies aber in zu wenige Chancen ummünzen. Robert Glatzel, als Angreifer in vorderster Front, wurde selten mit Bällen versorgt. Der Stürmer musste im Anschluss der Partie gestehen, dass seine Mannschaft "gegen einen tiefstehenden Gegner zu wenige Mittel" gefunden habe. "Wir haben nicht so dagegengehalten, wie wir uns das vorgestellt haben. Da waren wir nicht auf der Höhe", erklärte Glatzel.
Sein Trainer Tim Walter widersprach ihm ein wenig und erklärte, dass durchaus Chancen da waren, sein Team vor dem Tor aber "nicht zwingend genug" war. In einem "Null-zu-Null-Spiel" hab seine Mannschaft den Gegner förmlich eingeladen das Spiel zu gewinnen. Dennoch appellierte der Fußballlehrer an den Mannschaftsgeist und glaubt weiterhin an den Aufstieg: "Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Wir sind weiter von uns überzeugt. Im Leben verliert man Spiele, aber wir machen weiter", sagte Walter. Auch sein Torhüter Heuer Fernandes stimmte zu und forderte vor dem Stadtduell am kommenden Freitag: "Wir müssen weiter an unsere Qualität und die Mannschaft glauben."