Ordentliche Transferpolitik beim Karlsruher SC

Sechs externe Neuzugänge vermeldete der Karlsruher SC im Sommer. Die Länderspielpause nutzt liga2-online.de, um die Neuzugänge der vergangenen Transferperiode einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer überzeugte, wer enttäuschte und wo besteht Handlungsbedarf?

Königstransfer: Hiroki Yamada

Ohne Zweifel kann der Japaner Hiroki Yamada, der vor der Saison für die stolze Ablösesumme von 400.000 Euro nach Karlsruhe kam, als Königstransfer betitelt werden. Nach einer ersten Anpassungszeit findet Yamada immer besser in der Liga zurecht. Er kam bisher in jedem Spiel zum Einsatz und erzielte bereits fünf Tore. Damit ist er auch Top-Torschütze seines Teams und spielte zudem die letzten acht Spiele 90 Minuten durch. Dies alles zeigt wie wichtig und unverzichtbar er schon für seine Mannschaft ist. Eine weitere positive Entwicklung ist auch nicht ausgeschlossen und Potential nach oben, trotz seiner jetzt schon starken Leistungen, immer noch vorhanden.

Guter Griff: Enrico Valentini

Enrico Valentini erwies sich als sehr variabler Spieler für die Karlsruher. Kam er in den ersten Spielen zunächst zu wenigen Spielanteilen, setzte ihn Trainer Kauczinski dann auf der linken Außenbahn oder im linken Mittelfeld ein, was auch seinen Hauptpositionen entspricht. In den letzten vier Spielen fand er sich dann aber als rechter Verteidiger wieder. Valentini spielte 90 Minuten durch, machte seine Aufgabe ordentlich und trägt somit derzeit zur der stabilen Defensive der Karlsruher bei. Man kann davon ausgehen, dass er seine Position im Laufe der weiteren Spielzeit verteidigen kann.

Philipp Max und Jonas Meffert nur Mitläufer

Philipp Max kam vor der Saison von der Zweitvertretung des FC Schalke 04. Er war zwar in zwölf von dreizehn Spielen im Kader, kam aber nur zweimal zum Einsatz. Dies zwar jeweils über 90 Minuten, konnte allerdings nicht genügend Akzente setzen, um sich dauerhaft auf der linken Verteidigerposition durchzusetzen. Gleiches gilt für Jonas Meffert. Er musste zwar aufgrund von Knieproblemen zwischenzeitlich ein paar Spiele aussetzen, kam davor jedoch zu keinem Einsatz. In den letzten vier Spielen bekam er dann aber doch seine ersten Einsätze, davon einmal über die volle Distanz. Setzt sich diese Tendenz fort, wird man sich von ihm in Zukunft auch noch mehr erhoffen können.

Keine Berücksichtigung für Florian Stritzel

Betrachtet man Torwart Florian Stritzel als wirklichen Neuzugang für die erste Mannschaft der Badener, ist seine Bilanz bislang mehr als enttäuschend. Sicherlich ist eine Bewertung auf der Torwartposition immer speziell, da der KSC mit Orlishausen und Vollath über zwei gute Torhüter verfügt, jedoch fand Florian Stritzel bislang überhaupt keine Berücksichtigung. Vielmehr unterstützt er die zweite Mannschaft in der Oberliga. Man hat ihn aber auch verpflichtet, um ihm die nächsten Schritte zu ermöglichen, weshalb er immer noch die Chance hat in der Zukunft auch in der ersten Mannschaft eine Rolle zu spielen.

Spezialfall Sascha Traut

Einen speziellen Fall stellt Rechtsverteidiger Sascha Traut dar. In den ersten vier Spielen kam er jeweils über die gesamte Spieldauer zum Einsatz und zeigte auch sehr ansprechende Leistungen. In der Partie gegen Heidenheim zog er sich dann kurz vor Ende einen Kreuzbandriss zu, welcher ihn lange ausfallen lässt und daher eine wirkliche Bewertung nicht zulässt. Kann Traut aber nach überstandener Verletzung an seine bisherigen Leistungen der ersten vier Spiele anknüpfen, wird er dem KSC auch in der Zukunft weiterhelfen und ein wichtiger Bestandteil des Teams sein. Man kann es ihm nur wünschen.

KSC kann mit Transfers zufrieden sein

Sportdirektor Jens Todt und Trainer Markus Kauczinski können mit ihrer Transferpolitik im Sommer zufrieden sein. Man hat die Mannschaft punktuell verstärkt und dabei das erfolgreiche Grundgerüst der letzten Saison beisammen halten können. Diese Mischung sorgt dafür, dass der KSC auch jetzt wieder gut in der Liga dasteht. Die Vertragsverlängerung von Jens Todt in der letzten Woche zeigt, dass auch die Vereinsführung mit der Arbeit der sportlichen Leitung zufrieden ist.

Keine großen Aktionen im Winter nötig

Im Hinblick auf die kommende Wintertransferperiode muss der KSC nicht zwingend auf dem Markt tätig werden. Die Mannschaft wirkt sehr eingespielt und auch in der Breite ist man ordentlich aufgestellt, weshalb zumindest kurzfristige Ausfälle oder Formschwächen ohne Probleme kompensiert werden können.

FOTO:  FU Sportfotografie

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Ein Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"