Alles, was ihr zum 21. Spieltag wissen müsst
Das Verfolgerfeld von Spitzenreiter Schalke 04 rückt dicht zusammen. Spektakulärer ist nur das Wechselspiel auf den Abstiegsplätzen, denn die bisherige Rückrundentabelle stellt alles auf den Kopf. liga2-online.de gibt eine Übersicht für den 21. Spieltag.
Die Ausgangslage
Dynamo Dresden ist Tabellenführer, dahinter folgt Fortuna Düsseldorf. Der FC Schalke 04 steht hingegen auf einem Abstiegsplatz - das ist das Bild, das in der Rückrundentabelle zu sehen ist. Beständigkeit ist nach wie vor ein hohes Gut im Unterhaus, weshalb vor allem Hannover, Darmstadt und Elversberg in der oberen Tabellenregion profitieren, aber auch Paderborn bleibt aufgrund der guten Ergebnisse in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Kaiserslautern und Hertha fallen langsam aus dem Rennen heraus, wenn keine Erfolgserlebnisse kommen.
Ein wildes Wechselspiel herrscht dagegen im Tabellenkeller, wo auch die SpVgg Greuther Fürth zuletzt wieder ein Lebenszeichen sendete. Der 1. FC Magdeburg erlebt wieder die Schattenseiten und auch Preußen Münster und Arminia Bielefeld sind endgültig in der Bredouille angekommen. Einzig Bochum, Nürnberg und Karlsruhe können sich das Geschehen bisweilen in Ruhe anschauen, denn mit 26 Punkten bildet das Trio aktuell das gesicherte Mittelfeld. Der Blick in den Rückspiegel ist jedoch allgegenwärtig.
Fünf Spiele im Fokus
Fürth gegen FCM: Duell um die Rote Laterne
Der Auftakt ins neue Jahr war ein Dämpfer für das Kleeblatt, denn direkt zu Beginn der Rückrunde musste sich Fürth dem direkten Konkurrenten aus Dresden (0:2) geschlagen geben. Aber die Mannschaft von Heiko Vogel kam in den letzten Spielen wieder ins Rollen, holte vier Punkte aus zwei Partien gegen Braunschweig (0:0) und Kiel (2:1). Drei Gegentore in drei Partien - damit zählt Fürth überraschend zu den stabilsten Teams des Jahresbeginns. Jetzt könnte das Kleeblatt die Rote Laterne mit einem weiteren Erfolg im direkten Duell wieder abgeben.
Magdeburg erlebte das gegenteilige Programm. Dem großen Erfolg im Aufeinandertreffen mit Braunschweig (3:0) folgten zwei Niederlagen gegen Dresden (1:2) und Hannover (1:2), die den FCM schmerzten. Ein Erfolg im anstehenden Kellerkracher wäre von enormer Bedeutung, denn andernfalls droht nach Wochen den Aufschwungs wieder der letzte Tabellenplatz. Zum aktuellen Zeitpunkt der Saison wäre es noch kein Drama, aber dennoch ein schwieriger Rückschlag nach so vielen positiven Erlebnissen. Da gilt es zu vermeiden.
S04 gegen SGD: Duell der Gegensätze
Das Duell der Gegensätze folgt in der Veltins-Arena. Spitzenreiter Schalke - seit vier Spielen sieglos - könnte seine Position endgültig verlieren. Nur ein Sieg würde eine erneute Übernachtung auf Platz 1 garantieren, aber unabhängig davon werden die Königsblauen wohl wieder alles daran setzen. Star-Einkäufe wie Edin Dzeko oder Dejan Ljubicic schraubten die Erwartungshaltung naturgemäß nach oben, sodass weitere Rückschläge auch genauso schnell wieder einen tiefen Fall verursachen könnten.
Die Sachsen, die als Schlusslicht in die zweite Saisonhälfte starteten, stehen hingegen in der Rückrundentabelle nach drei Spielen auf Platz 1. Dadurch konnte sich die SGD zumindest schon auf den Abstiegs-Relegationsplatz vorschieben, was aber nach den Erfolgserlebnissen der letzten Wochen nicht das Ende der Fahnenstange sein soll. Gleichwohl müssen die Dresdner aufpassen, dass ein Rückschlag sie nicht direkt weit zurückwirft - denn die Konkurrenz schläft bekanntlich auch nicht.
SV98 gegen FCK: Letzte Chance im Verfolgerduell
Darmstadt war nach der Hinrunde auf dem dritten Rang, nun steht wieder der vierte Platz nach den ersten Partien zu Buche. Die Lilien zeigen, dass Konstanz der Schlüssel zum Erfolg ist, denn in der Gesamtwertung winkt der Sprung nach ganz oben. Allerdings wollen die Darmstädter auf dem Weg dorthin sicherlich das Spektakel eingrenzen, das zuletzt auf dem Rasen zu sehen war - für fünf Punkte waren sieben Tore notwendig, denn in der Abwehr gab es auch fünf Gegentreffer. Bei kaum einem anderen Team passiert so viel, wie bei den Lilien.
Nur der 1. FC Kaiserslautern kann mit einer Bilanz von sechs Toren und sechs Gegentreffern im Unterhaltungswert mithalten. Gleichzeitig sind die Roten Teufel aber dabei weniger erfolgreich, was im Verfolgerduell mit Darmstadt schon eine erhebliche Rolle spielen könnte. Aktuell stehen die Lilien schon sieben Punkte vor dem FCK, weshalb Lautern den Anschluss an die Spitzenplätze bei einer Niederlage endgültig verlieren würde. Ein Sieg muss her, um auf dem Radar zu bleiben.
KSC gegen F95: Duell der Entwicklungen
Ein Sieg, ein Unentschieden, eine Niederlage. Der KSC ist so in die Saison gestartet, wie sich bislang die gesamte Spielzeit präsentiert. Ein Platz im gesicherten Mittelfeld dürfte Cheftrainer Christian Eichner aber bei all den Turbulenzen, die es vor dem Jahreswechsel gab, sehr recht sein. Immerhin: Die Niederlagen-Serie ist nur noch eine Randnotiz, wodurch der Fokus wieder auf die Entwicklung rücken kann.
Zeit, die Markus Anfang bei den Düsseldorfern nach wie vor nicht hat. Aber drei Siege aus den letzten vier Spielen haben das Konto der Fortuna auf 23 Punkte erhöht - und damit stehen die Rheinländer nur noch drei Zähler hinter den Badenern. Schon ein weiterer Erfolg könnte für ausgeglichene Verhältnisse sorgen, was vor allem aus Sicht der Düsseldorfer ein positives Gefühl geben dürfte. Ein Umstand, den es im Rheinland schon längere Zeit nicht gab.
DSC gegen BTSV: Krisenduell für Bielefeld
Wo ist die Arminia hin, die in den letzten Monaten für so viel Begeisterung sorgte? Seit acht Spielen ist Bielefeld sieglos, weshalb sogar der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz droht. An Cheftrainer Mitch Kniat gibt es keine Zweifel, auch die Ergebnisse sind ständig knapp. Aber das Erfolgserlebnis fehlt eindeutig. Umso wichtiger wäre der Startschuss gegen Braunschweig, denn anschließend folgen weitere Kellerkracher gegen Magdeburg und Fürth.
Die Eintracht aus Braunschweig konnte sich in der Rückrunde bislang Schritt für Schritt steigern. Jetzt ist die Frage, wie die Mannschaft auf die Schönheitskur am Deadline-Day reagiert. Vier Last-Minute-Neuzugänge stehen Cheftrainer Heiner Backhaus zur Verfügung, weshalb der BTSV ein Stück weit zur Wundertüte werden könnte. Kapitän Sven Köhler, der in der letzten Partie wegen eines Wechselwunsches fehlte, steht bisweilen noch unter Vertrag. Auch seine Rückkehr ist offen.