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Analyse zur Winterpause: Das Zeugnis der Zweitligisten #2

IMAGO / Zink

Der 17. Spieltag und damit die Hinrunde sind in der 2. Bundesliga absolviert. Zeit also für liga2-online.de, jedes der 18 Teams einem kurzen Fazit zu unterziehen und die Leistung der bisherigen Saison zu benoten. Im zweiten Teil richtet sich der Fokus auf die Plätze 1 bis 9.

Lage: Wow! Mehr gibt es zur Hinrunde des SV Darmstadt 98 eigentlich nicht zu sagen. Wir machen es trotzdem. Nicht einmal die kühnsten Optimisten werden den Lilien so eine starke erste Saison-Hälfte zugetraut haben. Erst eine Niederlage kassierte die Elf von Torsten Lieberknecht – und das am ersten Spieltag in Regensburg (0:2). Danach folgte eine Serie von 16 ungeschlagenen Spielen mit 36 Punkten! Derer sieben Vorsprung sind es auf den vierten Rang, die Ausgangslage für das zweite Halbjahr ist prächtig. Die Grundlage für den Erfolg bildet die stabile Abwehr, die erst 15 Tore zuließ. Doch auch die Offensive muss sich mit 27 Treffern nicht verstecken, auch wenn es in dieser Kategorie einige Mannschaft gibt, die besser sind. Es wird spannend zu beobachten sein, ob der SVD auch ab Januar wieder so überzeugen kann.

Note: 1

 

Lage: Der Dauer-Favorit aus dem Norden kann mit der bisherigen Saison zufrieden sein. Der HSV holte die meisten Siege (11), kassierte aber mit Abstand die meisten Niederlagen (5) der Top-Vier. Was dabei auffiel: Abgesehen vom Spiel gegen Darmstadt (1:2) setzte es die Pleiten immer gegen klare Außenseiter. Rostock (0:1/zu Hause), St. Pauli (0:3), Magdeburg (2:3/zu Hause) und Fürth (0:1) besiegten den einstigen Bundesliga-Dino. Das passt nicht ins Selbstverständnis des Klubs, der einen Punkt vor Rang drei liegt und damit dennoch gute Chancen hat, im fünften Anlauf wieder aus der zweiten Liga verschwinden zu können. Dafür müssen aber im eigenen Stadion mehr Punkte geholt werden. 16 Zähler aus neun Spielen sind nicht berauschend. Dafür läuft es auswärts richtig gut. Da sind die Rothosen mit 18 Punkten aus acht Spielen die beste Mannschaft.   

Note: 2

 

Lage: Die Ostwürttemberger steuern auf ihre beste Saison seit 2020 zu. Damals landete die Mannschaft auf Platz drei, verpasste aber in der Relegation den Aufstieg. Auch in den ersten 17 Spielen dieser Spielzeit zeigte die Elf von Trainer-Legende Frank Schmidt wieder eine unheimliche Konstanz und kassierte erst zwei Niederlagen gegen Hamburg (0:1) und Kiel (1:3). Zu Hause gab es noch gar keine Pleite, stattdessen 20 Punkte aus acht Duellen – Bestwert! Mit 13 Punkten aus fünf Partien legte das Team einen starken Endspurt hin und beförderte sich auf Rang drei. Vier Punkte Abstand sind es auf den vierten Platz. Die Winterpause wird deshalb eine sehr entspannte sein und die Beteiligten können der Rest-Saison mit viel Vorfreude entgegenblicken.

Note: 1

 

Lage: Was für ein Jahr für die Pfälzer! Nach dem Aufstieg setzte die Mannschaften ihren Lauf fort und überwintert auf einem extrem starken vierten Platz. Das Ziel bleibt der Klassenerhalt, weshalb die zwölf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsrang sehr freudig zur Kenntnis genommen werden. Die Roten Teufel zeigten sich extrem abgebrüht, verloren nie die Ruhe und kassierte nur drei Mal mehr als zwei Gegentore. Auch mit separatem Blick auf Defensive (23 Gegentore/siebtbester Wert) und Offensive (29 Tore/viertbester Wert) überzeugen die Profis vom Betzenberg. Erst zwei Niederlagen sprechen für die Arbeit von Trainer Dirk Schuster und seiner Spieler. Kam die Mannschaft nach einer Serie von sechs Remis in Serie – Jammern auf ganz hohem Niveau bei einem Aufsteiger – kurzzeitig nicht so wirklich vom Fleck (darunter aber auch gegen Darmstadt, Heidenheim und Hamburg), gab es die volle Ladung Erfolg im Jahres-Endspurt: Vier Siege und ein Remis.

Note: 1-

 

Lage: Nach zwei Jahren voller Tristesse und teilweise auch Abstiegskampf sollte bei den Niedersachsen unter Neu-Trainer Stefan Leitl nun alles besser und vor allem erfolgreicher werden. Zur Saison-Halbzeit lautet das Fazit, dass der Klub auf einem guten Weg ist. Fünf Punkte ist die Lücke auf Rang drei groß. Nicht unmöglich, dies aufzuholen. Dafür müssen es aber weniger als die fünf Niederlage der Hinrunde werden. In Duellen mit der Konkurrenz wurde klar, dass den Roten noch etwas für ganz oben fehlt. Mit Kaiserslautern, Hamburg, Heidenheim (jeweils 1:2) und Darmstadt (0:1) fügten alle Mannschaften, die vor den 96ern stehen, dem Team – wenn auch knappe – Pleiten zu.

Note: 2

 

Lage: Zu Beginn der Saison stand der Klub von der Pader für Spektakel. Karlsruhe kassierte fünf Gegentreffer, Kiel wurde am 5. Spieltag sogar mit sieben Toren wieder nach Hause geschickt. Niemand wollte zu diesem Zeitpunkt auf die erfolgs- und torhungrige Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok treffen. Mit 19 Punkten standen die Ostwestfalen nach der achten Runde an der Tabellenspitze. Doch dann kam Sand ins (Offensiv)Getriebe. Gegen Fürth und Darmstadt (beide 1:2) gab es zwei Pleiten in Serie. 3:0-Siege gegen Rostock und Sandhausen brachten kurze Entspannung. Doch nur ein Punkt aus den jüngsten fünf Partien (dabei nur drei eigene Treffer) sorgten dafür, dass Profis und Trainerteam mit einem leichten Gefühl der Unzufriedenheit in die Pause gehen. Auswärts hat die noch immer beste Angriffsreihe der Liga (35 Tore) große Probleme. Erst acht Punkte aus ebenso vielen Partien bedeuten nur Mittelmaß.

Note: 2

 

Lage: Nachdem Daniel Thioune in der vergangenen Saison das Ruder bei den Rheinländern übernommen hatte, lief es richtig gut. Was die Ansprüche bei der Fortuna mit Blick auf diese Runde anwachsen ließ. Namhafte Zugänge aus dem Ausland sollten dem Kader noch mehr Qualität geben. Allerdings gingen auch Leistungsträger. Was letztlich dafür sorgte, dass eine durchwachsene Hinrunde zu Buche steht. Acht Siege und sieben Niederlagen bedeuten Liga-Mittelmaß. Zwar kassierten nur drei Mannschaften weniger Gegentore als Düsseldorf (20), allerdings waren auch sechs Teams in der Offensive erfolgreicher. In der Fremde drückt der Schuh, in neun Gastspielen wurden nur zehn Zähler geholt – das ist für den Anspruch zu wenig. Das gilt auch für die beiden längsten Ungeschlagen-Serien, die jeweils nur drei Duelle anhielten. Zum Jahresabschluss setzte es noch zwei Pleiten gegen Hannover (0:2) und Kaiserslautern (1:2).

Note: 3

 

Lage: Etwas mehr Ruhe hatten sie sich an der Küste gewünscht, da die vergangene Saison aufgrund des anhaltenden Blicks nach unten doch etwas zu turbulent war. Das hat bisher gut geklappt. Die Störche zeigten sich als unbequemer Gegner, mussten sich erst vier Mal geschlagen geben (dabei war das 2:7 in Paderborn ein ganz übler Ausrutscher). Ab Platz fünf hat kein Team eine so gute Bilanz. Das Problem sind die sieben Remis, die sechs Siegen gegenüberstehen. Duelle mit Beteiligung der KSV bieten dabei viel Action: 30 erzielet Tore bedeuten in dieser Hinsicht Rang drei, allerdings kassierten auch nur vier Mannschaften mehr Gegentore (28) als die Schützlinge von Coach Marcel Rapp. Die Kieler sind übrigens die Definition von Tabellenmittelfeld: Auf beide Relegationsplätze beträgt der Abstand acht Punkte.

Note: 3

 

Lage: Als einziger Verein in der oberen Tabellenhälfte hat die Kogge bereits den Trainer gewechselt. Nach 15 Spieltagen und fast vier Jahren musste Jens Härtel gehen. Ihn beerbte Patrick Glöckner. Und der neue Mann an der Seitenlinie hatte einen gelungen Einstand. Einem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg folgte ein 1:0 in Braunschweig. Mit vier Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz verabschiedete sich Hansa in die Pause. Die Mannschaft glich bisher einer großen Wundertüte. Es gab Siege gegen Hamburg (1:0), St. Pauli (2:0) und Regensburg (3:0). Dann waren aber auch wieder Spiele wie gegen Sandhausen dabei, als es zu Hause ein 0:1 gab. Letztlich war aber klar, dass es gegen den Abstieg gehen wird. Und in dieser Hinsicht sind die Norddeutschen im Soll.

Note: 3

 

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