Angriff auf Zug: Täter mit FCM-Hintergrund?
Am Samstag haben vermummte Männer einen Zug in Magdeburg mit Reizgas angegriffen und diesen daraufhin mit Graffiti besprüht. Offenbar handelte es sich dabei um Fans des 1. FC Magdeburg.
Reisende filmten die Tat
Einem Polizei-Bericht zufolge, ist der Zug am Samstagabend gegen 18:40 Uhr am Haltepunkt Barleber See auf der Bahnstrecke zwischen Wittenberg, Magdeburg und Stendal angegriffen worden. Dabei warfen die Täter zuerst Reifen auf die Gleise, um die Bahn an der Weiterfahrt zu hindern, dann versprühten sie Reizgas. In der Folge verschlossen die Angreifer die Türen der S-Bahn von außen, sodass kein Reisender den Zug verlassen konnte.
Einige Reisende filmten den Angriff mit ihren Handys. Auf den Videos, auszugsweise beim MDR abrufbar, sind die Täter dabei zu sehen, wie sie einem Mann etwas ins Gesicht sprühen. Drei Personen, darunter zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn, wurden dabei verletzt und zur weiteren ärztlichen Versorgung in das Uniklinikum Magdeburg gebracht. Nachdem eine Zugbegleiterin die Tür verriegelt, ist auch die Graffiti-Attacke zu beobachten.
Vier mutmaßliche Täter festgenommen
Eben diese Graffitis sowie die Aufmachung der Täter, die sich teilweise mit FCM-Tüchern vermummten, weisen nach Polizeiangaben auf eine Nähe zum 1. FC Magdeburg hin. Vier mutmaßliche Täter im Alter von 22 bis 37 Jahren nahm die Polizei bereits fest, dabei konnten umfangreiche Beweismittel sichergestellt werden - darunter auch Videoaufzeichnungen eines Zeugen sowie weitere Aufzeichnungen der Kamera aus der S-Bahn. Ergebnisse und Motive sind noch unbekannt. Einer der Täter soll bereits in der "Gewalttäter-Sport-Datei" der Polizei erfasst sein, die sich zuversichtlich zeigt, auch die anderen Beteiligten ausfindig zu machen. Die Bahnstrecke musste wegen des Vorfalls für knapp drei Stunden gesperrt werden.