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Arminia beendet Hinrunde mit Sieg: Schernings Ziel ist der Klassenerhalt

IMAGO / PaetzelPress

Mit einem 3:1-Sieg gegen Aufsteiger Magdeburg hat Arminia Bielefeld eine überaus durchwachsene Hinrunde noch einmal halbwegs versöhnlich beendet. Trainer Daniel Scherning sprach im Anschluss dennoch klare Defizite an, versprach personelle Veränderungen und gab den Klassenerhalt als einziges Ziel aus. 

Kritik am ersten Durchgang

Zwar ging der angeknockte Bundesliga-Absteiger aus Ostwestfalen mit einer Führung in die Pause, doch gefiel Übungsleiter Daniel Scherning nicht so wirklich, was er bis dato sah. "Ich war nicht zufrieden mit unserer ersten Halbzeit", bemängelte der Coach auf der Pressekonferenz nach dem 3:1-Heimsieg. So sei sein Team "nicht so mutig angelaufen" und habe "zu viele eigene Ballverluste" gehabt. Erst "durch einen Moment, wo wir ein wenig spekulieren und durchlaufen" konnten die Arminen das 1:0 erzielen (30.). Doch auch in der folgenden Phase bis zur Pause habe man "Konter zu leichtfertig weggeschmissen".

Folglich stellte der Übungsleiter vor dem Seitenwechsel um, "um mehr Zugriff auf die Halbräume zu bekommen. Das haben wir mit einer guten ersten Viertelstunde im zweiten Durchgang dann auch bestätigt", freute sich der ehemalige Osnabrücker Coach. So brachte Scherning Jäkel für Rzaktkowski, um so "die Struktur mit der Fünferkette im 5-3-2 beizubehalten" und dennoch einen "Kopfballspieler mit viel Tempo" zu bringen. Das zahlte sich aus. Dank zwei "sehr, sehr schöner Tore" durch Gebauer (65.) und Hack (72.) kamen die Bielefelder dann endgültig auf die Siegerstraße.

"Ich denke, dass Veränderungen notwendig sind"

Am Ende stand der vierte Heimsieg im sechsten Spiel unter Scherning – eine der wenigen positiven Statistiken der Arminia. Dennoch soll sie als Schlüssel dienen. "Die Basis, um dieses Jahr in der Klasse zu bleiben, ist es, die Spiele zu Hause zu gewinnen", legte der 39-Jährige dar. Durch diesen Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten springen die Bielefelder vor der Winterpause auf den 16. Rang und geben die Rote Laterne an Sandhausen ab, die lediglich einen Punkt weniger aufweisen. "Ich habe die Mannschaft am vierten Spieltag übernommen, da stand eine Null da, jetzt da eine 17. Die Situation ist so, wie sie ist", kommentierte Scherning nüchtern.

Klar sei, dass "einzig und allein darum geht, die Klasse zu halten in diesem Jahr." Dabei kann es gut sein, dass sich in der Winterpause auch noch einmal etwas am Kader ändert. "Ich denke, dass Veränderungen notwendig sind", stellte der Coach unmissverständlich klar. Zunächst soll die Hinrunde jedoch aufarbeitet werden. Dies solle schleunigst passieren, denn, so hat es der Coach bereits analysiert, wartet im neuen Jahr ein "brutal schweres Auftaktprogramm". Mit Sandhausen, Regensburg und Rostock warten drei potenzielle Konkurrenten auf die Ostwestfalen. Falls diese Aufgaben schiefgehen sollten, beginnt auch das neue Spieljahr düster. Gut also, dass das jetzige mit einem Lichtblick endete.