Arminia kann den Saisonstart veredeln

Der DSC Arminia Bielefeld trifft am Samstag Mittag in der heimischen SchücoArena auf den 1. FC Heidenheim. Für die Ostwestfalen - die unter der Woche mit 2:0 bei Dynamo Dresden gewannen - ist die Partie gegen die Männer von der Ostalb die perfekte Chance, den bisherigen Saisonstart zu veredeln. Im Erfolgsfall würde man den Gegner auf neun Punkte distanzieren und sich weit von den Abstiegsrängen entfernen.

Herausstechende Laufleistung

Unter der Woche gegen die SG Dynamo war der Fokus der Blauen ganz deutlich auf die Defensive gelegt. Nach acht Gegentoren in zwei Spielen wollte Keeper Stefan Ortega nicht gleich wieder Bälle aus dem eigenen Tor holen wollen. Defensiv machte der DSC dabei einen besseren Eindruck, allerdings auch der schwachen Offensivleistung der Sachsen geschuldet: „Für ein Auswärtsspiel haben wir extrem wenig zugelassen, das lag vor allem an unserer enormen Laufleistung. Die Laufarbeit im Defensivverbund war entscheidend", so Trainer Saibene. Nach vorne gelang indes nur sehr wenig. Ein Abschluss von Klos und einer von Voglsammer blieben die einzigen herausgespielten Chancen. Dennoch machten die beiden Spitzen keinen schlechten Job. Die Laufarbeit der Stürmer und des gesamten Teams war enorm und auch deshalb bekamen Klos und Voglsammer ein Extralob vom Trainer: „Wenn du als Gegner gegen Fabian Klos und Andreas Voglsammer spielen musst, dann ist das sicherlich nicht angenehm. Beide sind kopfballstark, physisch robust und zudem sehr torgefährlich. Beide stellen sich extrem in den Dienst der Mannschaft und sind echte Teamplayer – sie tun unserem Spiel gut." Der Sieg entstand am Ende aus Fehlern der Dynamos, doch in dieser Saison ist das Ausnutzen solcher Fehler eben auch eine Qualität. Während Arminia die beiden Spiele gegen Düsseldorf und Duisburg aufgrund eigener kapitaler Fehler verlor, konnte man gegen Bochum und Dresden dieselbigen des Gegners für sich nutzen.

Keine Schönspielerei

Gegen die Heidenheimer wird es nun auch wieder darauf ankommen, möglichst keine eigenen Fehler zu machen. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt ist ebenso laufstark und physisch robust wie der DSC. Vor allem mit Marc Schnatterer haben sie einen ständigen Unruheherd in ihrem Team. Auch deshalb erwartet die Mannschaft kein schönes Spiel, sondern eines mit vielen Zweikämpfen und Leidenschaft. Nach den beiden Pleiten vor dem Dresden-Spiel ist man nun zuversichtlich weitere drei Punkte einzusammeln, so Stephan Salger: „Wenn wir unser Spiel durchsetzen und das abrufen, was wir in Dresden gezeigt haben, bin ich guter Dinge, dass wir mit den Fans im Rücken punkten werden.“ Vor heimischer Kulisse ist die Bilanz der Bielefelder gegen den FCH sogar positiv. Aus den bisherigen vier Spielen gab es zwei Siege und ein Remis. Bei einem weiteren Sieg über Heidenheim hätte man schon dreimal so viele Punkte auf dem Konto, wie zur selben Zeit vor einem Jahr.

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