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Arminia: Lokalduell als letzte Chance

Der DSC Arminia Bielefeld gastiert am kommenden Freitag zum Ostwestfalen-Duell beim SC Paderborn. Die Partie, die trotz der lokalen Nähe von den Fans nicht als Derby gewertet wird, hat gleich auf mehreren Ebenen einen große Bedeutung. Vor allem die Gäste aus Bielefeld stehen nach sechs Niederlagen aus sieben Spielen enorm unter Druck. Eine weitere Niederlage oder desaströse Leistung wie gegen Duisburg würde Trainer Jeff Saibene wohl den Job kosten.

Mannschaft muss liefern

Im Fußball ist der Trainer zwar immer das schwächste Glied der Personalkette, doch retten können ihn am Ende nur die Spieler auf dem Rasen. Nach den teils beschämenden Auftritten gegen Duisburg – in Liga bzw. Pokal – und Ingolstadt haben selbst die Fans der Arminia die Geduld ein wenig verloren. Die Akteure selbst versuchten sich zuletzt demonstrativ vor den Trainer zu stellen. Mittelfeldspieler Tom Schütz nannte Saibene "Die ärmste Sau, der am wenigsten dafür könne" und Julian Börner pflichtete bei, dass Saibene das beste sei was Arminia passieren konnte. Letztlich stehen aber elf Mann auf dem Spielfeld und müssen ihre Leistung bringen, wie sie zu Beginn der Saison schon bewiesen hatten. Kapitän Fabian Klos fügte auf dem Vereinssender an: "Wir sind ein gutes Team, mit einem sehr schlechten Lauf." Trainer Jeff Saibene selbst versuchte auf der Pressekonferenz vor der Partie Ruhe zu bewahren: "Ich fühle mich weiterhin wohl hier, sowohl im Verein wie auch in der Stadt. Es tut mir auch leid wie es läuft, ich versuche alles, um da rauszukommen! Ich konzentriere mich auf meine Arbeit, mehr kann ich nicht tun."

Personalsorgen bereiten Kopfschmerzen

Als wäre das fehlende Selbstvertrauen, die Negativserie und der hohe Druck nicht schon genug Last auf den Schultern der Bielefelder, so wird der Kader am Freitag auch noch extrem ausgedünnt sein. Mit Brunner, Quaschner, Edmundsson, Schipplock, Massimo und Seufert fehlen gleich sechs Spieler gesperrt oder verletzt. Ex-Paderborner Florian Hartherz will das aber nicht als Ausrede nutzen: "Wir wollen alle endlich wieder gewinnen, wir wollen dieses Erfolgserlebnis endlich zurückholen! Dafür wollen wir alles geben und daran glauben wir in der Mannschaft auch alle." Dagegen stemmen wird sich aber der überaus erfolgreiche Aufsteiger aus Paderborn. Die Elf von Trainer Steffen Baumgart spielt einen äußerst offensiven Fußball und steht für echtes Spektakel. Bei der Anfälligkeit der Blauen in den letzten Wochen, dürfte die Defensive des DSC wohl vor einer mächtigen Aufgabe stehen. Für die 2000 mitreisenden Fans des DSC wird aber klar sein, dass das Duell gegen Paderborn endgültig ein Finale wird. Sowohl in Sachen Unterstützung für die Mannschaft, als auch für die Zukunft vom beliebten Trainer Jeff Saibene.