Arminia will den dritten Heimsieg in Serie
Der DSC Arminia Bielefeld hat am Sonntag im Heimspiel gegen den VfL Bochum mit einem Sieg die Möglichkeit, sich von der Konkurrenz aus Karlsruhe und Hamburg etwas abzusetzen und sich ein gewisse Polster vor der Winterpause zu erarbeiten. Im kleinen Westfalenderby gegen den VfL wäre dazu der dritte Heimsieg in Folge nötig und eine offensiv wie defensiv deutlich konzentriertere Leistung als noch bei der unnötigen 1:2-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth. Trotz kalter Temperaturen dürfte es in der SchücoArena zu einem heißen Tanz kommen.
Stärken nutzen, Schwäche ausnutzen
Spiele gegen die Männer von der Castroper Straße sind für die Arminia seit jeher etwas besonderes. Durch den Abstieg des SC Paderborn in die 3. Liga ist es außerdem soetwas wie das letzte Derby bzw. Lokalduell in der Liga. Genau aus diesem Grund gab es in der Vergangenheit auch immer wieder hitzige Spiele mit Elfmetern, Platzverweisen, vielen Toren - gerne auch in der Nachspielzeit - und Spannung bis zum Schluss. Damit sich am Ende der DSC durchsetzt hat Trainer Jürgen Kramny einen Weg vorgegeben, der für die eher defensiv agierenden Bielefelder durchaus ungewöhnlich ist: " „Wir wollen die Kontrolle über die Begegnung haben, denn wir spielen vor eigenem Publikum. Aber ich gehe davon aus, dass Bochum auch einen Plan hat und da gilt es, diesen aufzuarbeiten, dem Gegner Aufgaben zu stellen und ihn zum Nachdenken zu bringen." Dazu muss die Mannschaft die Stärke der Eingespielt- und Kompaktheit ausspielen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnte die Arminia gegen Sandhausen und Heidenheim den Sieg erzwingen und machte auch in Stuttgart und Fürth keine schlechte Figur. Noch dazu haben die Gäste aus dem Revier so ihre Probleme mit fremden Stadien und holten dort erst einen Sieg in der Saison. Zuletzt erreichte man aber ein mehr als achtbares 2:2-Remis bei der SG Dynamo Dresden.
Personelle Änderungen möglich
Wie das Gesicht des Teams letztlich auf dem Rasen aussehen wird, werden die Zuschauer erst eine halbe Stunde vor Anpfiff wissen. Gut möglich sind allerdings personelle Änderungen auf der ein oder anderen Position. Speziell in der Offensive sind die Positionen von Voglsammer, Hartherz und Görlitz noch nicht besetzt, da mit Klos, Mak, Putaro, Hemlein und Staude gleich mehrere Spieler auf einen Einsatz in der ersten Elf setzen. Trainer Kramny betonte, dass die Mannschaft voller Tatendrang sei und den nächsten Dreier im eigenen Stadion einfahren möchte. Auch Mittelfeldspieler Manuel Junglas pflichtete seinem Cheftrainer bei: "Wir sind eine eingespielte Mannschaft, die die letzten Spiele beherrscht hat, aber gegen Fürth zwei dumme Gegentore bekommen hat. Das müssen wir dringend abstellen. Die zwei Heimsiege in Folge haben uns Selbstvertrauen gegeben, auch durch die Unterstützung der Fans. Wir wollen die Unterstützung für unser Spiel mitnehmen und mit einer guten, kompakten Leistung drei Punkte einfahren." Erwartet werden im Stadion bis zu 20.000 Zuschauer, die sich auf ein tolles Westfalenduell freuen dürfen. Für die Gäste aus Bochum steht im Übrigen auch etwas auf dem Spiel. Bei einer Niederlage für der VfL wieder in Richtung unteres Ligadrittel rutschen und den DSC auf vier Punkte an sich herankommen lassen.