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Atik & Co.: Personelle Fragezeichen beim FCM vor Kiel-Spiel

IMAGO / Christian Schroedter

Nach der 0:4-Pokalniederlage gegen Frankfurt heißt es beim 1. FC Magdeburg Mundabwischen und weitermachen. Ob Baris Atik dem Aufsteiger dabei helfen kann, am Sonntag gegen Holstein Kiel den ersten Heimsieg der Saison einzufahren, steht noch in den Sternen.

Fragezeichen um Atik-Einsatz

"Baris hat eine ziemlich extrem schmerzhafte Bänderzerrung", gab dessen Cheftrainer Christian Titz auf der Pressekonferenz am Freitag bekannt. Dabei habe "sich ein Ödem gebildet", außerdem sei "eine Außenbanddehnung mitdazugekommen". Dementsprechend sei man "immer am hin und her überlegen", wie man es schaffe, dass Atik einsatzbereit ist. "Nach einem Spiel ist der Schmerz- und Reizzustand so groß, dass du ihn für einige Tage rausnehmen musst." "Wir entscheiden da immer von Woche zu Woche", weswegen es noch nicht feststände, "ob er am Wochenende zum Einsatz kommt."

Alexander Bittroff, Mohammed El Hankouri, Florian Kath, Maximilian Franzke und Luca Schuler befinden "sich jeweils im Aufbautraining ", vermeldete der PK-Leiter. Die beiden Erstgenannten "haben muskuläre Probleme", so Titze. "Wenn wir sie belasten würden, wäre die Gefahr, dass sich ein richtiger Muskelfaserriss entwickelt. Und das Risiko wollen und können wir nicht eingehen."

Cacutalua könnte mit "Erfahrung, seiner Ruhe, mit seiner Zweikampfstärke helfen"

Für Neuzugang Malcolm Cacutalua reicht es hingegen für den Spieltagskader. Er "ist jetzt in der dritten Trainingswoche. Er kam aus einer Verletzung und nach drei Trainingseinheiten ging er in die nächste Verletzung." Dieser "benötigt einfach Zeit. Wir nehmen ihn trotzdem mit dazu, weil wir im Notfall mit ihm reagieren können. Weil er ein Spieler ist, der uns natürlich mit seiner Erfahrung, seiner Ruhe, mit seiner Zweikampfstärke helfen kann. Aber das ist noch nicht so weit, dass man sagen kann, der Spieler kann jetzt von Beginn an über 90 Minuten auflaufen."

Über den 19-jährigen Jamie Lawrence und dessen vier Jahre älteren Innenverteidiger-Kollegen Tim Sechelmann äußerte Titz: "Wenn so junge Spieler, diesen nächsten Schritt gehen, wird das Spiel schneller. Die Robustheit, die Wucht, wird größer. Du muss eng am Mann sein. Das ist ein Thema, das bei uns schon eine Rolle spielt. Dass wir höher verteidigen, dass wir eng am Mann sind – dass wir damit die Zwischenräume schließen. Und das ist etwas, was wir auch in der Woche an Arbeit haben. Man sieht einfach bei beiden, dass sie von Woche zu Woche immer besser werden, das besser in den Griff bekommen. Sich immer besser ins Spiel reinbringen." Zwar bestätigte der grinsende Coach nicht, dass beide gegen Kiel von Beginn an ran dürfen, liest man aber zwischen den Zeilen, werden sie vermutlich starten.

Einige Startelfveränderungen vorstellbar

Dass Tatsuya Ito und Jason Ceka gegen Frankfurt nicht von Anfang an spielten, war "auf den Gegner, auf die Spielsituation bezogen. Wir wussten, dass Eintracht Frankfurt eine der wenigen Mannschaften ist, die mit ihren drei Innenverteidigern hoch verteidigen in der gegnerischen Hälfte – die eng am Mann sind. Das heißt: Es ging tiefer auf für sprintstarke Spieler, und da sind Momo (Moritz-Broni, Anm. d. Red.) Kwarteng und Léo Scienza einfach unglaublich schnell." Diesbezüglich sind gegen Kiel also weitere Startelfveränderungen durchaus vorstellbar.

Auf der rechten Seite sei man in Magdeburg "momentan gezwungen, einen Spieler mit seitenverkehrtem Fuß hinzustellen, weil die Rechtsfüßer ausfallen", so Titz, der auf den Ersatz von El Hankouri angesprochen wurde. "Aber zum Beispiel Silas Gnaka hat es richtig gut gemacht, als wir ihn reingebracht haben." "Er ist jetzt so gut angekommen, dass es durchaus auch mit ihm vorstellbar wäre."

Titz fordert bessere Torchancenverwertung

Beim kommenden Gegner lobte Titz die Qualität innerhalb des Teams und verwies dabei auch auf die Neuzugänge Lewis Holtby, Fiete Arp sowie Julian Korb. Vor allem die Kompaktheit und die Seitenverlagerungen der Störche belobigte er.

"Wir kriegen aus der Art wie wir spielen, natürlich viele Spielanteile und können dadurch einen erhöhten Wert an Torchancen herausspielen", sagte Titz über seine Mannschaft. Allerdings fordert er, "dass wir im Chancenabschluss klarer, schneller in der Entscheidung werden. Nicht noch mal querlegen wollen, nicht noch mal den Ball kontrollieren. Sondern direkt in den Abschluss reinkommen." Außerdem sei es wichtig, "dass wir in unserem Sprintbereich drinbleiben", so Titz. Seine Elf war in dieser Saison wettbewerbsübergreifend in allen Partien "sprintstärker", was für den FCM auch ein "ganz wichtiger Aspekt" sei.