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Auch DFB-Bundesgericht weist FWK-Einspruch gegen SVD-Spiel zurück

imago images / foto2press

Nach dem Sportgericht hat auch das DFB-Bundesgericht den Einspruch der Würzburger Kickers gegen die Wertung des Spiels gegen Darmstadt 98, das die Kickers am 19. Dezember mit 0:2 verloren hatten, als unbegründet zurückgewiesen.

Kein Wiederholungsspiel

Achim Späth, der Vorsitzende des DFB-Bundesgerichts, erklärt: "Die Berufung der Würzburger Kickers war zulässig, aber nicht begründet, weshalb wir sie zurückgewiesen haben. Es wird daher auch kein Wiederholungsspiel geben, sondern die bisherige Spielwertung bleibt bestehen." Würzburg hatte seinen Einspruch damit begründet, dass der Verein unter irregulären Bedingungen habe antreten müssen, da er zum Spieltermin lediglich 14 spielberechtigte Fußballer habe aufbieten können. Unter diesen Voraussetzungen sei die Wettbewerbsgleichheit nicht gewährleistet gewesen.

Die Ablehnung der von Würzburg beantragten Spielabsetzung durch die DFL beruhte auf der Anwendung des Paragraphen 2 Nummer 3 der Richtlinien zur Spielordnung – nach diesem standen den Würzburgern ausreichend Spieler zur Verfügung. Die entsprechende Bestimmung war im Mai 2020 von allen Erst- und Zweitligisten einstimmig beschlossen worden, um den Spielbetrieb auch in Zeiten von Corona aufrecht erhalten zu können. Dabei wurde in Kauf genommen, dass damit auch personelle Engpässe und mögliche Wettbewerbsnachteile für betroffene Klubs mit einhergehen könnten.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Dass Würzburg für die Partie nur 14 Spieler zur Verfügung hatte, lag an einer Corona-Quarantäne, die das Gesundheitsamt einige Tage vor dem Spiel für insgesamt 14 Spieler angeordnet hatte – zuvor war ein Physiotherapeut positiv getestet worden. Da das Gesundheitsamt die Quarantäne für vier Spieler aber noch vor dem Duell mit Darmstadt wieder aufgehoben hatte, standen gemäß der DFL-Spielordnung ausreichend Akteure zur Verfügung – nämlich 17.

Allerdings gehörten Ewerton aufgrund einer Sperre und Keanu Staude sowie Douglas wegen Verletzungen nicht zum Kader, sodass Würzburg mit zwölf Feldspielern und zwei Keepern in die Partie gehen musste. Abgesagt werden kann ein Spiel nach den Richtlinien zur Spielordnung allerdings  nur dann, wenn lediglich 16 oder wenige Spieler zur Verfügung stehen. Sperren und Verletzungen werden derweil als "sporttypische Sachverhalte" eingestuft und daher nicht mitgezählt. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht.