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Auch Hannover 96 gegen Dresden ohne Zuschauer

© imago images / Nordphoto

Mit Hannover 96 gegen Dynamo Dresden findet ein weiteres Fußballspiel ohne Zuschauer statt: Die Partie am kommenden Sonntag wird als Geisterspiel ausgetragen.

"Verantwortliche Entscheidung notwendig"

Die Entscheidung fällte das Land Niedersachsen, um zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus beizutragen. Die Partie fällt unter die Regelung, dass sämtliche Veranstaltungen ab 1000 Besuchern in Niedersachsen landesweit untersagt werden: "Wir hätten gern vor Zuschauern gespielt. Und natürlich werden uns die finanziellen Folgen des Zuschauerausschlusses treffen", erklärte Hannover-96-Geschäftsführer Björn Bremer: "Aber es handelt sich um eine Ausnahmesituation, in der eine verantwortliche Entscheidung notwendig ist. Daher begrüßen wir die Entscheidung des Landes Niedersachsen. Die Gesundheit der Menschen steht über allem."

Nur Personen, die für die Durchführung des Spiels relevant sind, hätten demnach Zugang zur Arena. Dazu zählen natürlich die Mannschaften wie Verantwortlichen, aber auch Mitarbeiter der Firma SPORTCAST, die für die Fernsehübertragung zuständig sind. Inwieweit Medienvertreter akkreditiert werden, ist derzeit noch offen – ebenso wie im Hinblick auf Rückerstattungen für Tages- und Dauerkartenbesitzer verfahren werden soll. Auch die Trainingseinheiten von Hannover 96 werden vorerst unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, Medientermine werden ebenfalls abgesagt.

Dresden für ausgesetzten Spielbetrieb

In Dresden rechnet man derweil mit einer Erstattung für die Tickets: "Wir gehen selbstverständlich davon aus, dass die rund 3.000 Dynamo-Fans, die sich bereits eine Eintrittskarte für das Auswärtsduell gekauft und bezahlt haben, das Geld für ihre Tickets zurückerstattet bekommen", so Geschäftsführer Michael Born: "Wir werden dazu zeitnah mit Hannover 96 in Verbindung treten, um die Details abzuklären. Sobald es diesbezüglich entsprechende Neuigkeiten gibt, informieren wir umgehend."

Mit dem Vorgang habe man bereits gerechnet: "Diese Entscheidung kann nach den Entwicklungen in den vergangenen Tagen keinen mehr wirklich überraschen. Wir sind der Meinung, dass es richtig ist, dass auch der Fußball im Sinne der Gesundheit aller Menschen in unserer Gesellschaft handelt, um das Tempo der Ausbreitung des ‚Coronavirus‘ entsprechend zu verlangsamen", so Ralf Minge: "Wichtig ist jetzt aber, dass es ein einheitliches und konsequentes Vorgehen der Gesundheitsbehörden in unserem Land gibt. Spiele ohne Fans sind nicht das, wofür wir als Verein mit unseren Werten stehen. Wir werden in der Diskussion mit den Verbänden dafür werben, dass der Spielbetrieb so lange ausgesetzt wird, bis Zuschauer wieder im Stadion dabei sein können."