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Aue berät Verpflichtung: Testspieler Trujic mit guten Karten?

© IMAGO / Sportimage

Vor der Länderspielpause gelang dem FC Erzgebirge Aue noch kein Sieg in der neuen Saison, dazu grüßen die Veilchen vom Tabellenende. Nun soll sich die Lage möglichst schnell verbessern. Beim 6:0-Testspielsieg gegen Drittligist Halle glänzte unter anderem Testspieler Nikola Trujic – und könnte sich damit für einen Vertrag empfohlen haben.

Zwei Tore als FCE-Joker

Wird ein Weltenbummler zum neuen Hoffnungsträger im Erzgebirge? Offensivspieler Nikola Trujic war schon in sechs verschiedenen Ländern aktiv, seit diesem Sommer sucht der 29-Jährige eine neue Herausforderung. In Aue kam der serbische Flügelspieler als Testspieler zum Einsatz – und überzeugte als 240-Sekunden-Doppelpacker. "Für den Spieler fällt keine Ablöse an", betont FCE-Cheftrainer Aliaksei Shpileuski in der "Bild"-Zeitung, dass Trujic seinerseits derzeit als vereinsloser Spieler den Markt sondiert. "Seine persönlichen Anforderungen sind nicht allzu hoch für einen Spieler seiner Qualität", so der Coach.

Elf verschiedene Vereine stehen bereits in der Vita von Trujic, der beim 6:0-Testspielsieg der Auer in der Länderspielpause zum Einsatz kam. Der 29-Jährige wurde eingewechselt und schnürte binnen vier Minuten seinen Doppelpack. Am Montag soll über eine Verpflichtung und die Finanzierung eines Transfers entschieden werden. Darüberhinaus freute sich Shpileuski natürlich über den Kantersieg gegen Halle: "Es war wichtig für das Selbstbewusstsein, viele Tore zu schießen und zu zeigen, dass man gewinnen kann." Denn einen Pflichtspielsieg feierte der Übungsleiter noch nicht mit dem FCE.

Zwei Pokalsiege für Trujic

Nikola Trujic könnte die lahmende Offensive beleben, die erst zwei Tore im Liga-Alltag produzierte. Am häufigsten kam der Serbe in seiner Karriere als Linksaußen zum Einsatz, aber auch im Sturmzentrum kennt sich Trujic aus – insgesamt stehen 131 Erstliga-Einsätze (21 Tore/12 Vorlagen) in der serbischen Heimat auf dem Papier. Darüberhinaus sammelte Trujic seine Erfahrungen in Israel, Russland, Rumänien, Ungarn und zuletzt in Griechenland. Mit Partizan Belgrad wurde er einmal zum serbischen Pokalsieger, mit dem FK Tosno einmal russischer Pokalgewinner.

Jetzt könnte es in Aue weitergehen, denn Trujic passt in Shpileuski angedachten Spielstil. "Aktivität, die Phase im eigenen Ballbesitz verbessern, den Gegner locken und überspielen, das haben die Jungs gut gemacht", erläuterte der FCE-Coach mit Hinblick auf den Gesamtauftritt seiner Mannschaft in den letzten Tagen.