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Aue "mit Wut“ und vielleicht Männel gegen KSC: "Gewinnen ist der Plan“

© IMAGO / Beautiful Sports

Im Kampf um den Klassenerhalt hofft Erzgebirge Aue auf ein Novum: Ein Erfolg im Heimspiel gegen den Karlsruher SC wäre für die Sachsen zwar vor allem ein wichtiger Schritt in Richtung Relegationsplatz, zugleich aber auch zum ersten Mal in der laufenden Saison der Anfang einer Siegesserie.

"Können Klasse ohne Relegation nicht halten“

Mit weniger als dem zweiten Sieg nacheinander will sich Trainer Pavel Dotchev auch nicht wirklich begnügen. "Gewinnen ist der Plan“, meinte der Deutsch-Bulgare auf der Spieltagspressekonferenz. Angesichts der bedrohlichen Tabellenkonstellation lehnte der erfahrene Coach auch jedwede Schönfärberei rundheraus ab: "Ich habe das Ziel Relegationsplatz, weil ich nicht denke, dass wir die Klasse halten können ohne Relegation, und dann ist doch klar, dass ein Sieg für uns wichtig ist und wir nicht nur sagen können, dass wir erst einmal nur schauen.“

Dotchevs Sichtweise ist für den FCE praktisch auch alternativlos. Bei einem Rückstand von acht Punkten auf den Tabellendrittletzten Dynamo Dresden wäre – auch trotz des noch ausstehenden Nachholspiels bei Aufstiegsanwärter Hamburger SV – alles andere als der vierte Heimsieg kein echter Fortschritt und die neunte Pleite auf eigenem Platz womöglich im Abstiegskampf sogar schon vorentscheidend.

Die Hausherren gehen die wegweisende Begegnung denn auch nach dem vorherigen Sieg gegen Jahn Regensburg mit breiter Brust an. "Die Absage unseres Spiels hat und zwar etwas aus dem Rhythmus gebracht und uns auch ein bisschen Substanz gefordert. Aber auch wenn in unserer Situation jeder Gegner eine Herausforderung für uns ist, haben wir genügend Kraft und Qualität zu gewinnen“, erklärte Dotchev.

Männel vor Rückkehr ins Tor

Möglicherweise kehrt gegen die Badener auch Kapitän Martin Männel nach auskurierter Corona-Infektion zwischen die Pfosten der "Veilchen“. Festgelegt hatte sich Dotchev in dieser Frage bis kurz vor dem Spieltag noch nicht, allerdings war Männels Stellvertreter Philipp Klewin wegen Schulter-Problemen unfreiwillig aus dem Training ausgestiegen. Allzu großes Kopfzerbrechen bereitet die Entscheidung dem Coach allerdings nicht: "Das ist sicher ein Luxusproblem.“

Besonders motiviert blickt Dirk Carlson auf den KSC-Auftritt im Erzgebirge. "Gegen seine frühere Mannschaft zu spielen, ist immer reizvoll. Aber auf dem Platz gibt es keine Freunde“, sagte der zu Saisonbeginn von den Badenern gekommene Abwehrspieler. Doch bei allen Wiedersehensgefühlen ist der Niederländer voll fokussiert: "Wir haben eine guten Lauf und haben deswegen auch richtig Wut im Bauch wegen der Absage unseres Spiels in Hamburg.“