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Aue weiter sieglos – aber: "Es war unser bestes Saisonspiel"

© IMAGO / Jan Huebner

Wieder kein Sieg für Aue! Im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf musste sich der Klub aus dem Erzgebirge erneut geschlagen geben und steckte durch die 0:1-Niederlage bereits die dritte Pleite in der neuen Saison ein. Cheftrainer Aliaksei Shpileuski sah auf dem Rasen eine Verbesserung gegenüber den Spielen vor der Länderspielpause, doch Zählbares kam dabei weiterhin nicht heraus.

"Es ist nicht seine Schuld"

Der FC Erzgebirge Aue steckt weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz fest. Nach drei Remis zum Saisonstart setzte es nun gegen Düsseldorf die dritte Niederlage in Folge. Gegenüber den vorherigen Partien gegen Sandhausen (1:3) und Kiel (0:3) zeigte sich das Team von Aliaksei Shpileuski zwar verbessert, aber immer noch verunsichert. Das Paradebeispiel hatte der Cheftrainer bereits nach Abpfiff parat. "In den ersten Sekunden hatten wir eine 1000-prozentige Chance. Es war eine Déjà-vu-Aktion wie in Sandhausen, als Babacar Gueye ins Eins-gegen-Eins mit dem Keeper läuft", verwies Shpileuski auf den ersten Ballkontakt im Spiel. Nicolas Kühn startete nach 15 Sekunden durch – und scheiterte. "Die Lösung haben wir in der Nachanalyse damals mit auf den Weg gegeben. Trotzdem hat Nico im Eifer des Gefechts eine andere Entscheidung getroffen. Es ist nicht seine Schuld."

Shpileuski bewertete positiv, dass die FCE-Akteure ihr Versprechen für ein aktives Verhalten auf dem Platz hielten. "Es war unser bestes Saisonspiel, aber leider wieder mit null Punkten", hielt der Cheftrainer fest. Dabei hatte der 33-Jährige in der Voranalyse zum Gegner noch "sehr große Bauchschmerzen". Obwohl die Fortuna aus Düsseldorf ebenfalls einen schwierigen Saisonstart hinter sich hatte, war für Shpileuski klar: "Wir haben heute gegen keine Boyband aus Buxtehude gespielt." Und, obwohl es sich paradox anhöre, sei der Coach daher mit der Entwicklung zufrieden.

Unterstützung durch Erfahrung

Dass die Fans angesichts von sechs sieglosen Spielen zum Saisoneinstieg dagegen nicht zufrieden waren, wusste auch der 33-Jährige. "Ich verstehe es, wenn sie ungeduldig sind", so Shpileuski. "Es ist, wie es ist. Wir müssen es und halt hart erkämpfen." Dazu benötigt der Coach die Unterstützung seiner erfahrenen Spieler, die nicht zum ersten Mal in einer solchen Situation stecken. Einer davon ist Sören Gonther – und der hatte ebenfalls seine Meinung zum Spiel: "In unserer Situation sind die Beine doppelt schwer. Wir müssen einfach immer weiter Gas geben, dann werden wir uns belohnen. Das Erfolgserlebnis wird kommen und dann muss man halt eine Serie starten." Am besten schon am kommenden Spieltag gegen Paderborn (Sonntag, 13:30 Uhr). Shpileuski warnte bereits: "Das wird kein bisschen einfacher."