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Aues Lauf hält an: "Glückssache, die wir uns erarbeitet haben"

© IMAGO / Picture Point

Zweiter Sieg im zweiten Spiel – für den FC Erzgebirge Aue läuft es seit der Rückkehr von Pavel Dotchev rund. Insgesamt holten die Veilchen jetzt schon zehn Punkte aus den letzten vier Partien. Am vergangenen Spieltag war der F.C. Hansa Rostock der Leidtragende. Das Spielglück ist zurück beim FCE.

Dotchevs Sieg mit Wehmut

Vier Spiele in Folge sind die Auer bereits ungeschlagen, weswegen sie den Sprung von Platz 17 auf 14 am vergangenen Spieltag gemeistert haben. Im Ostseestadion erlebten die Veilchen zudem den ersten Auswärtssieg in dieser Saison. "Es ist traurig, dass wir so lange darauf warten mussten. Das schmeckt jetzt natürlich richtig gut. Wir sind um ersten Mal über dem Strich", fasste Abwehrspieler Dirk Carlson die Gefühlswelt im Erzgebirge zusammen.

Auf sportliche Details ging Chef- und Interimstrainer Pavel Dotchev ein, der seine Zeit in Rostock nicht vergessen hatte. "Es ist etwas besonderes, wenn ich hier bin. Aber das ist jetzt nicht das Wichtigste. Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben", setzte sich der 56-Jährige über alle Emotionen hinweg. "Wir haben durch eine Kontersituation das 1:0 geschafft, was auch unser Plan war. Nadelstiche setzen und gut stehen", analysierte Dotchev anschließend das Spielgeschehen. Mit einem klaren Fazit: "Zu dem Zeitpunkt war unsere Führung verdient." Dann kam allerdings ein Bruch in die Partie.

"Schlüsselzweikämpfe gewonnen"

Aue musste den Ausgleich hinnehmen und beinahe sogar den Doppelpack, doch der zweite Rostocker Treffer wurde wegen einer Abseitsposition nicht anerkannt. "Das war eine Glückssache, aber das haben wir uns komplett erarbeitet", verwies Angreifer Antonio Jonjic auf die Rückkehr des Spielglücks, auf das der FCE an diesem Tag zählen konnte. "Es war ein klassisches 50:50-Spiel", fuhr der 22-Jährige fort. "Wir haben die Schlüsselzweikämpfe gewonnen, das war das Wichtigste an der Sache."

Auch Teamchef Marc Hensel war entsprechend zufrieden über den ersten Auswärtssieg, der durch "unglaubliche Unterstützung aus der Kurve" begleitet wurde. Gerade der Kampfgeist imponierte dem 35-Jährigen: "Das war heute beeindruckend. Da bin ich sehr dankbar, dass ich so ein Team betreuen darf. Es war ein sehr schöner Ausflug, aber wir dürfen jetzt nicht abdrehen", mahnte Hensel bereits wieder. Denn: "So ehrlich müssen wir sein, wir kamen auch in eine Phase, wo wir aufgehört haben, zu spielen." Das dürfe man sich auf langer Sicht nicht erlauben. Der Fokus gilt schon wieder der kommenden Partie gegen Darmstadt (Samstag, 13:30 Uhr): "Wir haben jetzt ein Heimspiel gegen einen Gegner, der alles zerschießt."