Auf Dynamo Dresden warten harte Wochen
Die Vorbereitung auf die Rückrunde wird für Dynamo Dresden kein Zuckerschlecken. Zum Trainingsauftakt am vergangen Montag präsentierte Dynamo-Trainer Olaf Janßen seiner Mannschaft einen kräftezehrenden Übungsplan. Dieser sieht drei tägliche Einheiten vor. Im bevorstehenden Trainingslager in der Türkei stellte er seinen Spielern bereits die „Hölle“ in Aussicht. Janßen will dafür sorgen, dass sich sein Team am 8. Februar zum 20. Spieltag bei Union Berlin in einem ausgezeichneten körperlichen Zustand befindet. Kondition bildet für ihn die Basis, um eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen und somit den Klassenerhalt in der 2.Bundesliga zu sichern. Auch im taktischen und spielerischen Bereich muss sich Dynamo laut Janßen noch enorm steigern.
Testspiel gegen den FC Rot-Weiß Erfurt wird verloren
Am gestrigen Samstag musste die SG Dynamo Dresden beim 0:2 (0:2) gegen Rot-Weiß Erfurt vor 3.291 Zuschauern im Steigerwaldstadion die erste Testspielniederlage des neuen Jahres hinnehmen. Dabei wurde deutlich, dass noch viel Arbeit auf Olaf Janßen und seine Mannschaft wartet, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Die 200 mitgereisten Dresdner Fans sahen eine schwache erste Halbzeit ihrer Dynamo-Elf. Diese hatte das Spiel in der Anfangsphase im Griff. Mitte der ersten Hälfte übernahm jedoch der Tabellen-Fünfte der 3.Liga aus Erfurt das Kommando. Nietfeld (28.) und Tunjic (37.) sorgten mit ihren Treffern für einen komfortablen Vorsprung nach den ersten 45 Minuten. Die beste Chance auf Dresdner Seite hatte Mohamed Aoudia, der den Ball knapp am Tor vorbei schlenzte (43.). Bereits vor dem Spiel stand fest, dass die SGD zur Pause auf allen Positionen wechseln wird. Die frischen Kollegen versuchten fortan, den Anschluss herzustellen. Die besten Chancen der zweiten Halbzeit hatte Mickaël Poté. Seinen Schuss in der 60. Minute kann der Erfurter Torwart zur Seite abwehren. Anschließend setzt Poté einen Kopfball nach Trojan-Flanke knapp neben das Tor. Rot-Weiß Erfurt beschränkte sich in der zweiten Hälfte weitgehend auf eine geordnete Defensive. Dynamo Dresden fand keine Mittel, um die starke Erfurter Abwehr zu knacken.
Trainer zeigt Nachsicht mit seinem Team
Olaf Janßen, der bereits im Vorfeld der Partie die Erwartungen gedämpft hatte, zeigte nach dem Spiel Verständnis für die Leistung seiner Mannschaft. Auf der vereinseigenen Homepage wird er mit folgenden Worten zitiert: „Wir haben in der letzten Woche viele Einheiten absolviert, das war eine ganze Menge. Niemand hat sich verletzt, das war wichtig.“ Randnotiz: Vincenzo Grifo - Neuzugang aus Hoffenheim und Janßen-Wunschtransfer - durfte bereits zwei Tage nach seiner Verpflichtung für Dynamo auflaufen. Die nennenswerteste Aktion gelang dem 20-Jährigen in der 17. Minute: Außerhalb vom Strafraum wagte er den Torabschluss. Sein Schuss wurde aber zum Eckball abgefälscht. Nächsten Dienstag beginnt für die Sachsen das Trainingslager in Antalya (Türkei). Dort werden weitere Testspiele ausgetragen: Für das geplante Spiel am 16.1. steht noch kein Gegner fest. Am 19.1. spielt Dynamo Dresden gegen den amtierenden österreichischen Meister Austria Wien. Mit dem SV Grödig wartet am 23.1. ein weiterer Gegner aus Österreich auf die Dresdner, bevor es am 24. Januar zurück in die sächsische Landeshauptstadt geht.