Aufstieg adé? Eintracht Braunschweig verliert den Anschluss
Mit dem mageren 0:0 gegen den FSV Frankfurt hat Eintracht Braunschweig am Sonntag endgültig den direkten Kontakt zum Relegationsplatz verloren. Eine der wenigen positiven Erscheinungen: Das überzeugende Profidebüt von Philipp Tietz. Vielen der 19.667 Zuschauer an der Hamburger Straße dürfte der Name des Stürmers, den Trainer Torsten Lieberknecht von Beginn an aufs Feld schickte, noch kein Begriff gewesen sein. Der erst 18-jährige Phillip Tietz, normalerweise in der U19 der Braunschweiger am Ball, gab sein Profidebüt für die Löwen und wusste dabei durchaus zu gefallen. Er setzte mit seiner Chance in der 9. Spielminute gleich ein erstes Achtungszeichen, als er aus rund zehn Metern nur knapp über das Tor zielte. Auch sonst blieb der Angreifer, der gleich über die volle Distanz ran durfte, einer der auffälligsten Akteure in den Reihen der Niedersachsen. „Phillip Tietz hat bereits im Training gezeigt, dass er viel Potenzial hat“, lobte Mittelfeldspieler Mirko Boland seinen jungen Mannschaftskameraden.
"Wir müssen im Sechzehner noch aggressiver sein"
Diese Tatsache allerdings spricht nicht unbedingt für die etablierten Profis beim BTSV, dass in einer richtungsweisenden Phase der Saison ein Youngster für die besten Szenen zuständig ist. Folglich lautet die Richtung Stagnation statt Fortschritt. Relegationsplatz drei liegt nach den zwei verlorenen Punkten nun sieben Zähler entfernt. Offensivakteur Salim Khelifi fasste zusammen, woran es im Spiel der Eintracht nicht nur gegen den FSV, sondern seit Monaten krankt: „Wir müssen im Sechzehner noch aggressiver sein und wieder Tore erzielen.“ Erst drei Treffer in vier Matches 2016 sprechen eine deutliche Sprache. Letztmals gelang es den Braunschweiger im September in einem Ligaspiel mehr als zwei Tore zu erzielen.
„Das Ergebnis enttäuscht ein wenig, aber ich freue mich sehr über das gelungene Debüt von Phillip Tietz. Er hatte eine hohe Präsenz im Sechzehner und in der Luft“, versuchte Lieberknecht nach Schlusspfiff die positiven Aspekte zu sehen. Weiter geht es für die Niedersachsen bereits am Donnerstag. Dann steigt das Topspiel des 24. Spieltages mit der Partie am Millerntor beim FC St. Pauli. Dann wird es nur noch für die Gastgeber darum gehen, an Relegationsplatzinhaber Nürnberg dranzubleiben. Braunschweig dagegen kann höchstens dafür sorgen, dass der Abstand nach oben nicht noch weiter anwächst.