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Ausblick: KSC muss an gute Hinrundenleistungen anknüpfen

Nun sind es nur noch fünf Tage bis zum Ligaauftakt in der 2. Bundesliga. In den folgenden Tagen wird liga2-online.de einen Blick auf die Vorbereitungen der Mannschaften werfen und einen Ausblick geben, was auf die Teams zukommt. Heute wollen wir uns um den Wiederaufsteiger aus Karlsruhe kümmern. Die Hinrunde hätte für den KSC kaum besser verlaufen können. Mit 31 Punkten rangiert man auf dem vierten Platz – punktgleich mit dem Drittplatzierten aus Kaiserslautern. Als Neuling in der 2. Liga fehlen nur noch neun Punkte bis zur 40 Punkte-Marke, um im Normalfall nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben. Aber wenn man auf die Tabelle schaut, scheint es eher so, als ob es für den badischen Traditionsklub sogar nach oben gehen könnte. Über den Aufstieg will man jedoch nicht reden. Hier heißt das oberste Gebot immer noch: „Nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, wie Chefcoach Markus Kauczinski und Sportdirektor Jens Todt schon des Öfteren betonten.

Stark gegen die Großen und in den 6-Punkte-Spielen

Im Rückblick auf den ersten Saisonabschnitt lässt sich erkennen, dass der KSC immer wieder stark in den wichtigen Spielen agierte. Auch gegen die Teams aus dem oberen Bereich der Tabelle konnte man mit guten Leistungen glänzen. Im Spiel gegen Greuther Fürth (1:2) und gegen den 1. FC Köln (1:2) ging man zwar unglücklich als Verlierer vom Platz, aber im Spiel gegen den zum damaligen Zeitpunkt scheinbar übermächtigen 1. FC Kaiserslautern konnte ein 2:2 erkämpft werden. Das Derby gegen die Pfälzer war das Schlüsselspiel für den aktuellen Erfolg der Badener. Seit diesem Zeitpunkt verloren die Badener kein Spiel mehr – 9 Spiele ohne Niederlage. Ganz wichtig hierbei ist, dass der KSC in diesem Zeitraum gleich fünf „Sechs-Punkte-Spiele“ gewinnen konnte. So konnte man am 12. Spieltag 1860 München überholen und den Abstand auf Arminia um fünf Punkte erhöhen. Auch in der Folge gelang es, Dresden und Düsseldorf davonzuziehen. Im letzten Spiel konnte auch noch der FC St. Pauli nach einem 2:0-Auswärtssieg überholt und damit die Hinrunde nahezu perfekt gemacht werden.

Keine Neuverpflichtungen: Die Mannschaft steht

In der Winterpause sah sich der finanziell schwach dastehende Karlsruher SC nach dieser Hinrunde auch nicht gezwungen, den Kader personell zu verstärken. Auf so gut wie allen Positionen besitzt Chefcoach Markus Kauczinski ein gutes Backup. Lediglich drei Jugendspieler nahm der KSC unter die Lupe. Besonders einer konnte hierbei überzeugen: Tim Grupp glänzte im Testspiel gegen den österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau, in dem er sogar den 2:1-Siegtreffer erzielen konnte. Für die gute Leistung erhielt der 19-Jährige auch Lob vom Cheftrainer: „Tim hinterlässt einen sehr guten Eindruck – vor allem was die körperliche Präsenz anbelangt“, wie Kauczinski  gegenüber dem „Kurier“ erklärte. Als Abgang konnten die Badener aber noch einen Spieler verzeichnen. Der vor der Saison ausgemusterte Steffen Haas verließ den KSC in Richtung Wiesbaden als Letzter der ausgemusterten Spieler – wichtig für den KSC.

Sonnen und Schattenseiten in den Testspielen

In Sachen Testspielen konnte der KSC allerdings nicht wirklich überzeugen – von sechs Partien konnten nur zwei gewonnen werden. Gegen den vielfachen albanischen Meister Partizani Tirana wurde sogar eine 2:0-Führung verspielt (2:2). Richtig überzeugen konnte der KSC jedoch beim 2:0-Erfolg gegen den unangefochtenen Drittlia-Spitzenreiter 1. FC Heidenheim. Am Samstag musste man sich dagegen gegen den FSV Frankfurt mit 3:1 geschlagen geben. Mit dem Trainingslager zeigten sich die Verantwortlichen des KSC, anders als über die Testspiele, zufrieden. Hier fand man optimale Trainingsbedingungen vor. Zudem betonte Trainer Kauczinski  immer wieder, dass „die Jungs gut mitziehen würden.“

Kauczinski zeigt sich noch nicht zufrieden – Platz im oberen Tabellendrittel möglich

Nun ist abzuwarten, ob der KSC die guten Leistungen des Trainings auch in den Spielen umsetzen kann, oder ähnlich nachlässig wie in den Testspiel gegen den FSV Frankfurt agiert. Für die Leistung gegen den FSV fand Kauczinski daher auch deutliche Worte:  „So wird es nächste Woche nicht reichen!“ Besonders bemängelte er die sonst so starke Karlsruher-Abwehrleistung: „Wir haben nicht konsequent gegen den Ball gearbeitet. Hier gilt  es während der verbleibenden Tage anzusetzen“, wie der Coach gegenüber der Online-Zeitung „ka-news.de“ erklärte. Wenn der Karlsruher SC jedoch an seine starken Leistungen zur Hälfte der Hinrunde anknüpfen kann, dürfte einem Platz im oberen Tabellendrittel nichts mehr im Wege stehen.