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Azzouzi fordert "kalkulierbares Risiko" für Aufstiegskampf

In der Tabelle steht der 1. FC St. Pauli auf einem achtbaren sechsten Platz. Die Kiezkicker sind damit punktgleich mit dem Relegationsrang drei. In der Winterpause kam zusätzlich Tom Trybull von Bundesligist Werder Bremen um das Mittelfeld weiter zu stärken. Dass die St. Paulianer auf Dauer die Rückkehr in die 1. Bundesliga anstreben, ist kein großes Geheimnis. Dennoch trat Sportchef Rachid Azzouzi im Interview mit der "dpa" etwas auf die Euphoriebremse: "Natürlich ist auch unser Ziel die 1.Liga, aber wir gehen es immer hanseatisch seriös und kaufmännisch vielleicht sogar altmodisch an." Demnach will man sich Schritt für Schritt an die höchste deutsche Spielklasse herantasten. Deshalb erfolgte im Sommer ein größerer personeller Umbau, bei dem viele junge und hungrige Spieler verpflichtet wurden. "Das Risiko muss kalkulierbar sein. In solch eine Situation darf der Verein nicht noch mal kommen", sagte Azzouzi in Anlehnung an die Fastpleite im Jahr 2003.

Unter die Top 25 Deutschlands

Auch mit den ganz großen Nummern in der Liga will  der ehemalige Fürther seinen Hamburger Klub nicht vergleichen: "Wir sind nicht das Armenhaus der 2. Liga, aber auch nicht in der Spitzengruppe wie Köln, Kaiserslautern oder davor Hertha BSC. Aber wir wollen zeigen, dass man auch so erfolgreich sein kann." Deshalb spricht Azzouzi vom 1. FC St. Pauli als einen besonderen Verein. "Hier geht es auch um das Erlebnis", erklärte der gebürtige Marokkaner und stellte klar, dass ein Aufstieg in dieser Spielzeit nicht das "primäre Ziel" sei. Vorgabe für den Sportchef ist es den Kiez-Klub in die besten 25 Teams im deutschen Profifußball zu bringen.

FOTO:  Tobias Hänsch // unveu.de