Behrendt hält BTSV-Laden wieder dicht: "Nicht schöner vorstellen"
Im Abstiegskampf konnte Eintracht Braunschweig etwas Boden gutmachen, indem die Niedersachsen das Aufsteigerduell mit dem 1. FC Kaiserslautern durch ein Tor von Anthony Ujah für sich entschieden. Ein Garant für den Sieg war auch Brian Behrendt, der erstmals seit Oktober auf dem Rasen stand. Der zweite Heimsieg in Folge macht weiter Mut.
"Glück auf unserer Seite gehabt"
Vor zwei Wochen ging der BTSV siegreich aus dem Niedersachsen-Derby heraus, danach gab es einen Punkt in Karlsruhe. Der nächste Dreier folgte nun wieder im Heimspiel, denn auch die Roten Teufel wurden von Braunschweig in die Knie gezwungen - weil Anthony Ujah den Ball "zu einem tollen Tor chippt", wie Michael Schiele nach Spielschluss festhielt. "Wir haben danach auch das Glück auf unserer Seite gehabt, letztendlich sind wir sehr froh über die wichtigen Punkte", fügte der BTSV-Coach anschließend noch an.
Die Braunschweiger stellten ihr Konto damit auf 29 Punkte, sodass am Ende des 27. Spieltags der Nicht-Abstiegsplatz auf Rang 15 heraussprang. Der Abstand zum gefährlichen Relegationsplatz beträgt zwei Punkte, zur direkten Abstiegszone schon vier Zähler. Der Auftritt gegen Lautern macht weiter Mut, zumal mit Brian Behrendt nun der Abwehrchef zurück ist. Aufgrund eines Muskelrisses konnte der 31-Jährige seit Oktober nicht spielen. Am Sonntag stand er 90 Minuten lang auf dem Rasen und hielt den Laden dicht.
Behrendt und Hoffmann für die Null
"Ich kann mir mein Comeback nicht schöner vorstellen, als mit drei Punkten und einem Zu-Null-Spiel", erklärte Behrendt nach einer intensiven Rückkehr auf den Rasen. Dabei trat der Innenverteidiger in der ungewohnten Rolle auf der rechten Außenbahn an - wie zuletzt am 18. Dezember 2021 in der 3. Liga, als Lautern zu Gast in Braunschweig war (1:1). Dieses Mal fiel das Ergebnis noch besser aus. "Wir haben in der Defensiv über weite Strecke sehr viel Kontrolle gehabt, auch wenn wir bei Zolinskis Lattenschuss nochmals Glück hatten", erinnerte Behrendt auch an die brenzligen Szenen in der Schlussphase.
Insgesamt zeigten die Braunschweiger nach Behrendts Auffassung einen "durchweg positiven" Auftritt, bei dem der BTSV auch "die bessere Mannschaft" gewesen sei. Auch dank Ron-Thorben Hoffmann, der einmal mehr als Ersatzmann des gesperrten Jasmin Fejzic im Kasten des BTSV stand. "Ich habe mich durch das Training gut gefühlt, die Mannschaft hat es mir heute aber auch sehr leicht gemacht. Die ganze Abwehrkette war brilliant. Es hat heute einfach Spaß gemacht, mit den Jungs auf dem Platz zu stehen", freute sich der 24-jährige Schlussmann über seinen Einsatz. Am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) wird die heimstarke Eintracht dann wieder auswärts gefordert sein - und zwar beim FC St. Pauli.